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Fortuna Düsseldorf
Schluss mit lustig

Fortuna Düsseldorf und Frank Kramer: Schluss mit lustig
Fortuna Düsseldorf verlor gegen den SV Sandhausen 0:1. FOTO: dpa, bt lre
Düsseldorf. Nach Fortuna Düsseldorfs ernüchternden 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den SV Sandhausen zeigte sich auch die Mehrzahl der Fans vollkommen frustriert. Die Spieler waren selbstkritisch. "In der zweiten Halbzeit war das gar nichts", sagte Michael Rensing.  Von Christoffer Kleindienst

Dass die Fortuna nicht mit bedingungsloser Unterstützung rechnen kann, selbst wenn die Ergebnisse nicht stimmen, war allen Beteiligten klar. Möglicherweise hatten sie aber nicht mit solch einem schnellen Umschwung der Emotionen gerechnet. Gegen Tabellenführer VfL Bochum feierte das Team samt Fans das hoch verdiente 1:1 – exakt sieben Tage später war die Stimmung schon gänzlich anders. Die Fortuna hatte gerade 0:1 in der heimischen Arena gegen Sandhausen verloren. Bei der Abschiedsrunde der Mannschaft gab es nur vereinzelt Applaus von den Rängen zurück. Viel deutlicher war das Pfeifkonzert zu vernehmen. 

Was hatte diese Reaktion der Fans bloß provoziert? "Es war von Anfang an schwierig für uns, da die Sandhäuser mit acht oder neun Mann hinten drin standen. Dann bekommen wir dieses dumme Gegentor, was es noch schwieriger machte. Es war von uns kein gutes Spiel, aber wir haben bis zum Ende alles versucht", erklärte Kapitän Karim Haggui. Deutlicher wurde schon sein Teamkollege Julian Koch: "Es war für uns eine große Gelegenheit nachzulegen. Daher ist es ernüchternd, wie wir heute gespielt haben und jetzt ohne Punkte da zu stehen. Wir haben Sandhausen mit unseren Fehlpässen stark gemacht."

Einzelkritik: Rensing trotz Fehlgriff nicht der Schlechteste FOTO: Falk Janning

Die Fortuna spielte in den ersten rund 20 Minuten gar nicht so schlecht, danach verpuffte das Tempo bis zum Stillstand. Die Mannschaft wirkte immer verunsicherter, die kritischen Zuschauer verbesserten die Situation nicht. Cheftrainer Frank Kramer sprach später von einer fußballerischen Verkrampfung – damit traf er den Nagel auf den Kopf: "Uns ist die Ballsicherheit flöten gegangen, dadurch wurde der Gegner aufgebaut und es haben sich Räume für ihn ergeben. Die Mannschaft wollte dagegen angehen, aber unsere Mittel waren heute nicht gut genug." Michael Rensing, der das Tor des Tages verschuldet hatte, war weniger diplomatisch, als er von einer zweiten Halbzeit sprach, die "gar nichts" war. 

Was kann also die Mannschaft tun, die bereits zeigte, dass sie fußballerisch deutlich mehr kann? "Es gilt nun, sich zu sammeln, in die Analyse zu gehen und weiter zu arbeiten", so Kramer, dem nichts anderen übrig blieb, als erst einmal bekannte Phrasen zu dreschen: "Damit man einen solchen Gegner erfolgreich bespielen kann, muss es fußballerisch wieder runder werden. Man braucht dafür fußballerische Stabilität, die hatten wir aber heute nicht."

Fortuna - SV Sandhausen FOTO: Falk Janning

Koch brachte es rationaler auf den Punkt. "Wir haben nun eine Woche Zeit, um das aufzuarbeiten", so der Vize-Kapitän. Mit einer weiteren Niederlage gegen den wiedererstarkten 1. FC Kaiserslautern, der nach der Trainer-Entlassung von Kosta Runjaic ausgerechnet Bochum prompt die erste Niederlage zufügte, wäre die Stimmung tatsächlich am Tiefpunkt angelangt. 

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