| 14.49 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna lässt beste Chancen aus und verliert 0:3

Fortuna - Union Berlin
Fortuna - Union Berlin FOTO: dpa, rwe tba
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat eine bittere Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen Union Berlin verlor sie 0:3 (0:1). Dabei scheitert das Team vorrangig an sich selber. Von Christoffer Kleindienst

Eigentlich war die Favoritenrolle vor dem Anpfiff klar verteilt. Zwei Siege in Serie fuhren die Fortunen zuletzt erstmals in dieser Saison ein. Außerdem verriet der Vergleich zwischen den Düsseldorfern und Union, dass bei einem Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga noch niemals die Auswärtsmannschaft einen Sieg einfahren konnte. Die Fortuna-Fans waren dennoch skeptisch, präsentierten sich die Düsseldorfer in diesem Jahr inkonstanter denn je.

Schmitz scheitert an Keeper Haas vom Elfmeterpunkt FOTO: Falk Janning

In den ersten Minuten waren die Gastgeber somit auch erst einmal bemüht, die Ruhe aus den jüngsten Partien in ihre Aktionen zu bekommen. Nach kurzer Spielzeit merkte man den Fortunen das gesteigerte Selbstvertrauen an: Einige gelungene Aktionen sprangen heraus, sowohl Ihlas Bebou (5.) als auch Julian Koch (8.) zielten aber zu ungenau.

Allerdings wurden die Düsseldorfer in der 13. Minute kalt erwischt: Nach einem feinen 30-Meter-Pass entwischte Unions Bobby Wood Adam Bodzek – der zögernde Michael Rensing hatte bei dem anschließenden Lupfer keine Chance. Sieben Minuten später gab es das Duell erneut: Bodzek ließ sich von dem heraneilenden Stürmer den Ball wegspitzeln, immerhin trennte er Wood bei dessen Alleingang auf das Tor noch vom Spielgerät.

Chancen gab es aber hüben wie drüben, im Gegenzug agierte Julian Schauerte im Eins-gegen-Eins-Duell zu ballverliebt, Keeper Daniel Haas nahm ihm wenige Meter vor dem Tor den Ball ab. Berlins Taktik schien aber grundsätzlich aufzugehen: Dank des 3-5-2-Systems hatten die Gäste allzu häufig Überzahl im Mittelfeld, die Fortunen kamen oft gar nicht in die Zweikämpfe.

Fotos: Choreo der Fortuna-Ultras gegen Union Berlin FOTO: Christoffer Kleindienst

Sattelfest präsentierten sich die Berliner aber nicht, so auch in der 35. Minute: Joel Pohjanpalo wurde mittels eines langen Passes freigespielt, im Fallen ging sein Schussversuch zwar an Torhüter Haas vorbei – aber auch am Tor. Nur Sekunden später war es dann Debütant Emmanuel Iyoha, der mit einem strammen Fernschuss Haas in Verlegenheit brachte, der Nachschuss aus wenigen Metern wurde dann mit viel Mühe vereitelt.

Nach der Pause ging es gleich Schlag auf Schlag weiter. Bebou wurde im Sechzehner gefoult, den fälligen Elfmeter schoss Lukas Schmitz – er scheiterte aber an Daniel Haas (47.). Nur Sekunden später hatte Joel Pojanpalo das heiß ersehnte Tor auf dem Kopf, aber wieder war es der Union-Keeper, der die Großchance aus wenigen Metern zunichte machte.

Reaktionen: "Es war ein sehr bitteres Spiel für uns"

Die Fortunen verzweifelten in der Folgezeit aber auch an sich selber. Pohjanpalo schloss einen gut ausgespielten Konter denkbar schlecht ab, der Schuss aus zehn Metern rutschte ihm deutlich über den Spann (58.). Und so kam es, wie es kommen musste: Berlin spielte einen Angriff mustergültig aus, Wood vernaschte den ansonsten stark spielenden Madlung vor dem Tor und traf zum 0:2. 

In der Folge kam dann auch noch Pech hinzu: Bebou wurde bei einem Dribbling im Sechzehner klar gefoult, der Pfiff blieb aber aus (74.). Als krönenden Abschluss traf Schmitz noch in den Schlussminuten in das eigene Tor (86.), eine Hereingabe von Eroll Zejnullahu jagte er unter die Latte.

So stand das ernüchternde Endergebnis letztlich fest: 0:3 verlor die Fortuna gegen Abstiegskonkurrent Union Berlin.

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