Fortuna Düsseldorf - News zu F95
| 10.45 Uhr

Skandal-Spiel in Duisburg
Verfahren gegen Fortuna-Fan eingestellt

Fortuna-Fans brennen in Duisburg Pyrotechnik ab
Fortuna-Fans brennen in Duisburg Pyrotechnik ab FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Beim Derby zwischen dem MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf kam es am 29. April 2016 zu chaotischen Szenen am Einlass. Das Verfahren gegen einen 57 Jahre alten Fortuna-Anhänger, der über einen Zaun geklettert und einen Polizisten auf den Helm geschlagen haben soll, wurde nun eingestellt.

Als Fortuna am 32. Spieltag der Saison 2015/16 im Abstiegskampf zum MSV Duisburg musste (1:2), begann das Drama schon vor dem Duell in der Schauinsland-Reisen-Arena. Anhänger, die sich vor den Toren drängten, sollten einzeln in einer Schleuse kontrolliert werden. Das sorgte für Unruhe und Chaos, die Emotionen kochten hoch.

Als das Spiel längst lief, standen viele Fortuna-Fans immer noch vor dem Stadion. Die Fans drückten gegen Absperrgitter, die Polizei setzte in dem Durcheinander Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Es war ein schwarzer Abend für alle Fußballfans. Acht Anhänger, ein Polizist und eine Ordnerin verletzten sich bei den Tumulten.

Einem 57-jährigen Düsseldorfer wurde in dem Zusammenhang Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchte Körperverletzung vorgeworfen. Der Anklage zufolge wollte der Mann ein Absperrgitter übersteigen. Als ihn ein Polizist daran hinderte, soll er mit der Faust auf den Helm des Beamten geschlagen haben – das blieb allerdings ohne Folgen.

Der Prozess vor dem Amtsgericht Duisburg endete jetzt ohne Urteil. Angesichts der Gesamtumstände hielten es die Juristen für ratsam, das Verfahren gegen eine Zahlung von 600 Euro Geldbuße einzustellen. Ausschlaggebend dafür war unter anderem, dass der 57-Jährige zuvor nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war.

"Von hinten flogen Flaschen und Bierdosen. Ich hatte Panik", erklärte der Fortuna-Fan der "NRZ" zufolge: "Ich habe den Polizisten nicht absichtlich attackiert. Ich wollte einfach nur da weg." Schon vor dem Prozess soll sich der Angeklagte bei dem Beamten entschuldigt haben.

(jado)
 
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