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Fortuna Düsseldorf
Fortuna verlängert mit Friedhelm Funkel

Fotos: Friedhelm Funkel – Rekord-Aufstiegstrainer aus Neuss
Fotos: Friedhelm Funkel – Rekord-Aufstiegstrainer aus Neuss FOTO: dpa, Rolf Vennenbernd
Düsseldorf . Gute Nachrichten für Fortuna Düsseldorf: Friedhelm Funkel bleibt Trainer des Zweitligisten. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Der Vertrag gilt zunächst für ein Jahr.  Von Jan Dobrick

Nach dem Klassenerhalt war die Erleichterung in Düsseldorf groß. Und alle bedankten sich bei Trainer Funkel. "Funkel hat bei der Fortuna vom ersten Tag an Ruhe ausgestrahlt und uns alle damit angesteckt. Er hat der Mannschaft das nötige Vertrauen und Ruhe gegeben", sagte Klub-Boss Robert Schäfer. "Er hat einen großen Anteil am Klassenerhalt", betonte Torwart Michael Rensing. Und darum zweifelte auch niemand daran, dass Fortuna verkünden wird: Funkel, der ohnehin schon in die Kaderplanung für die Saison 2016/17 eingebunden wurde, soll weitermachen. Jetzt ist klar: Er macht weiter. Der Vertrag gilt zunächst für ein Jahr. 

"Ich habe in den letzten zwei Monaten nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass wir am Ende den Klassenerhalt feiern würden. Nun freut es mich umso mehr, dass wir unser großes Ziel erreicht haben und ich auch in den nächsten Monaten daran mitwirken darf, die Zukunft der Fortuna mitzugestalten. Was die Fortuna für ein Potenzial hat, konnte man an der großen Solidarität und der fantastischen Unterstützung von vielen Seiten sehen. Dafür möchte ich mich auch an dieser ausdrücklich bedanken", sagt Funkel. Auch Schäfer freute sich über die Einigung: "Durch seine Verwurzelung in der Region passt er hervorragend zur Fortuna. Man spürt in jedem Gespräch seine Motivation und wie sehr er für die Aufgabe brennt."

Funkel beerbte bei Fortuna Marco Kurz, der seinen Arbeitsplatz am 13. März räumen musste. Nach nur 81 Tagen und einem 0:1 in Sandhausen. Funkel, der alte Fuchs, sollte die Düsseldorfer vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit bewahren. Und der 62-Jährige beendete seine erste Mission, die er am 27. Spieltag mit einem furiosen 4:3-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern begonnen hatte, am Sonntag mit einem 2:0-Sieg bei Eintracht Braunschweig erfolgreich. In acht Spielen holte er drei Siege und zwei Unentschieden, sammelte also elf Punkte. Das reichte in der Endabrechnung für Platz 14. Übernommen hatte er die Mannschaft auf dem Relegationsrang.  

Der gebürtige Neusser, der in Krefeld lebt, ist Rekord-Aufstiegstrainer. Fünf Mal stieg er in die höchste deutsche Spielklasse auf. Mit vier verschiedenen Teams gelang ihm der Coup. Er hat Erfahrung mit Traditionsvereinen. Bayer Uerdingen (1992, 1994), der MSV Duisburg (1996), der 1. FC Köln (2003) und Eintracht Frankfurt (2005) wurden unter seiner Regie Erstligisten. Abstiege hat er zwar ebenso viele verzeichnet, die Verantwortlichen der Fortuna schreckte das allerdings nicht ab. 225 Spiele weist er in der 2. Bundesliga auf, 104 Erfolge stehen auf seinem Konto. Lediglich 66 Niederlagen mussten seine Teams hinnehmen. 

 

 

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