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| 10.55 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Vor Nürnberg muss man keine Angst haben

Fortuna Düsseldorf: Vor Nürnberg muss man keine Angst haben
Fortunas Marcel Sobottka bremst im Hinspiel den Nürnberger Kevin Möhwald. FOTO: dpa, rwe
Düsseldorf. Gegen die Würzburger Kickers gelang Fortuna Düsseldorf in der 90. Minute der glückliche Ausgleich. Am Sonntag geht's zum 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr/Live-Ticker). Die Franken sind in der Nachspielzeit besonders anfällig – und zu Hause durchaus schlagbar. Von Jan Dobrick

Es grenzte schon an ein Fußballwunder, dass eine ängstliche Fortuna gegen Würzburg noch das 1:1 erzielte. 89 Minuten lang strahlten die Düsseldorfer nicht einen Hauch Torgefahr aus. Als das 0:1 fiel, hingen die Köpfe erst recht.

Dann kickte Julian Schauerte den Ball in den gegnerischen Sechzehner, Torwart Jörg Siebenhandl griff daneben und die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Mehr Zufall geht nicht. Für solche absurden Szenen wurde die Floskel "ein Tor aus dem Nichts" erdacht. Viele waren so überrascht, dass ihnen der Jubel im Hals stecken blieb.

VfB trifft gegen Nürnberg zweimal in der Nachspielzeit

Fortuna trainiert für Nürnberg hohe Bälle

Dass die Nürnberger in den Schlussminuten gerne mal pennen, ist in Anbetracht dessen eine Statistik, die man erwähnen sollte. Vier Gegentore kassierten die "Clubberer" in der Nachspielzeit – der Spitzenwert in der 2. Bundesliga. Zum Vergleich: Fortuna bekam nach der 90. Minute erst einen Treffer eingeschenkt.

Besonders dramatisch verloren die Franken am 31. Spieltag zu Hause gegen den VfB Stuttgart. Zur Pause stand es 2:0, Hanno Behrens und Cedric Teuchert hatten getroffen. Die Gäste wollten dann aber doch noch mal mitspielen. Und Florian Klein war es vorbehalten, nach 91 Minuten auf 3:2 zu stellen. Übrigens: Schon im Hinspiel gab's vom VfB ein Gegentor in der Nachspielzeit – damals zum 1:3 durch Takuma Asano (93.). Nicht ganz so bitter, aber auch blöd.

Nürnberg wackelt in der Abwehr

Rutemöller ist nun doch mittendrin FOTO: Falk Janning

Vor Nürnberg muss Fortuna keine Angst haben. Der FCN hat bereits 48 Gegentreffer kassiert. Schlechter verteidigten nur die Kellerkinder aus Karlsruhe (50), Aue (51) und Bielefeld (53). Ebenfalls interessant: Die Nürnberger kommen zur Hause schwer in Fahrt, kassierten bereits sieben Niederlagen. Einzig der KSC verlor im eigenen Stadion häufiger, nämlich achtmal.

Schon im Hinspiel hatten die Fortunen Chancen über Chancen, doch sie schossen in der Esprit-Arena reihenweise Fahrkarten: in Person von Axel Bellinghausen, Ihlas Bebou oder Kaan Ayhan. Am Sonntag wird dann aber nicht Thorsten Kirschbaum, sondern Raphael Schäfer im Tor der Hausherren stehen. Nach 15 Jahren ist es für den 38-Jährigen sein letztes Heimspiel für den "Club".

Bei Fortunas 1:1 gegen Würzburg waren zuletzt sogar Tormöglichkeiten Mangelware. "Gegen die Fünferkette hatten wir große Probleme und waren nicht handlungsschnell genug", erklärte ein sichtlich angefressener Funkel. Nürnberg spielt normalerweise in einem 4-2-3-1-System. Handlungsschnell sollte man aber auch gegen den Tabellensiebten sein. Punktet man dreifach, ist der Klassenerhalt vielleicht schon unter Dach und Fach. Wenn das nicht Motivation genug ist ...

 
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