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| 07.41 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Was sich bei Fortuna ändern muss

Fortuna Düsseldorf: Was sich bei Fortuna ändern muss
Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel. FOTO: dpa, rwe gfh
Düsseldorf. Der Zweitligist kann den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft schaffen. Das ist die vorrangige Aufgabe dieser Tage, doch parallel dazu muss die Klubführung dringend die Lehren aus einigen Versäumnissen ziehen. Von Bernd Jolitz

Für Trainer Friedhelm Funkel und seine Mannschaft kann es aktuell nur darum gehen, am Sonntag (15.30 Uhr/Live-Ticker) beim 1. FC Nürnberg ganz anders aufzutreten als beim ängstlichen Kick gegen Würzburg (1:1). Die Klubführung dagegen kann und darf nicht abwarten, ob es am Saisonende zum Klassenerhalt reicht, sondern muss schon jetzt die Weichen für die kommende Spielzeit stellen. Dabei muss nach dem verpassten Ziel, endlich eine Saison sorgenfrei zu verbringen, wirklich jeder Stein umgedreht werden. Fünf Thesen dazu.

Fortuna braucht einen Manager. Das Konstrukt, die personelle Planung allein dem Trainer- und dem Scouting-Team zu überlassen, hat sich nicht bewährt. Erich Rutemöller mit all seiner Erfahrung ehrenamtlich in den Vorstand zu berufen, reichte allein nicht aus. Zwischen ihn und Cheftrainer Friedhelm Funkel gehört noch ein Manager, der einerseits dicht bei Trainer und Mannschaft ist, andererseits bestens über den Spielermarkt informiert ist.

Außenspieler müssen her. Kaum ein anderer Zweitligist ist auf den Außenpositionen so schwach besetzt wie Fortuna. Als Axel Bellinghausen längerfristig ausfiel, zeigte sich schnell, dass kein Ersatz für ihn da ist - geschweige denn ein Spieler, der zudem auch noch Torgefahr ausstrahlt. Ihlas Bebou ist somit in dieser wichtigen Rolle ein Einzelkämpfer und obendrein Formschwankungen unterworfen. Hier muss Fortuna am dringendsten nachbessern - und das gilt auch für die Verteidigung. Im Falle des Klassenerhalts haben Julian Schauerte und Lukas Schmitz noch Verträge, aber es fehlen Alternativen, die die beiden positiv unter Druck setzen.

Keine Hängepartie um Funkel. Der Chefcoach hat - wie Co-Trainer Peter Hermann - seinen Vertrag frühzeitig bis 2018 verlängert. Dennoch ist völlig klar, dass sich die Klubführung nach der missratenen Rückrunde intensiv Gedanken darüber machen muss, ob sie zu diesem Weg steht. Diese Überlegungen sollen getrost ergebnisoffen sein, können ebenso zu einer Trennung wie zum Beschluss führen, weiterhin mit Funkel zusammenzuarbeiten. Wichtig ist allein, dass es keine Hängepartie wird, sondern eine schnelle, konsequente Entscheidung. Wenn diese für Funkel ausfällt, hat er bedingungslosen Rückhalt verdient und kein schwammiges "dann ist es eben so".

Fehler dürfen sich nicht wiederholen. Fortuna hat in der Winterpause in Kemal Rüzgar und Maecky Ngombo zwei Stürmer verliehen, ohne Ersatz für sie zu verpflichten. Ein schlimmer Fehler, stand doch nach Rouwen Hennings' Ausfall keine Alternative zur Verfügung. Zudem ist die Mannschaft wie schon ihr Vorgänger von 2013 psychisch labil und droht, an den Anforderungen des Abstiegskampfs zu zerbrechen. Bei der Zusammenstellung des neuen Kaders muss mentale Stärke eine größere Rolle spielen.

Schnell Klarheit um den Trikotsponsor schaffen. Fortuna droht ein starker Rückgang beim Dauerkartenverkauf, wegen der schwachen Saison sind auch Wettbewerbsnachteile in Sachen Fernsehgeld möglich. Da wäre es ein ganz wichtiges Signal in wirtschaftlicher Hinsicht, endlich einen Abschluss mit einem zahlungskräftigen Hauptsponsor hinzubekommen. Die Sogwirkung, die diese Meldung auf andere Geldgeber hätte, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Alles Aufgaben, die ohne Zeitverlust angepackt werden müssen. Für die Spieler gibt es derweil frei nach Franz Beckenbauer nur eine Devise: Geht's raus und spielt's Fußball!

Quelle: RP
 
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