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| 10.53 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Sechs Spieler haben eine Chance auf die Binde

Fortuna Düsseldorf: Wer wird neuer Kapitän?
Oliver Fink ist einer der Anwärter auf das Kapitänsamt. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat auf dem Transfermarkt fleißig eingekauft. Potenzielle Leistungsträger sind dazugestoßen, nun liegt es in Frank Kramers Hand, den neuen Kapitän zu bestimmen. In Frage kommen gleich ein halbes Dutzend Spieler. Von Christoffer Kleindienst
  • Adam Bodzek

Unter dem ehemaligen Cheftrainer Oliver Reck wurde Bodzek zum Mannschaftsführer gewählt. Der Defensiv-Allrounder übernahm das Amt überraschend von Andreas Lambertz. Allerdings stand der ehemalige Profi vom MSV Duisburg im Laufe der Saison immer wieder in der Kritik – Interimstrainer Taskin Aksoy setzte ihn schließlich auf die Bank.

"Er muss ein Leistungsträger sein, anerkannt werden und kommunikativ sein", meinte Kramer jüngst zum Kapitänsposten. Das ist eigentlich kein Problem für Bodzek, allerdings ist sein Stammplatz auch unter dem neuen Cheftrainer in Gefahr. Es wäre keine Überraschung, wenn die beiden Zugänge Karim Haggui und Christian Strohdiek die Innenverteidigung bilden würden. In dem Fall wäre Bodzek aus der Verlosung raus.

  • Lukas Schmitz

Viel Erfahrung hat der ehemalige Profi von Werder Bremen und FC Schalke 04 aufzuweisen. Er ist seit seinem Transfer zur Fortuna auf der linken Seite gesetzt, auch in der kommenden Saison wird er im Normalfall auf links nicht zu ersetzen sein. Allerdings gehört Schmitz eher zu den ruhigen Vertretern auf dem Platz – auch wenn seine Meinung sicherlich Gehör findet. Er ist der Außenseiter im Rennen um die Binde.

  • Oliver Fink

Fink ist alles andere als ein Lautsprecher, allerdings geht er immer wieder mit seiner Leistung voraus. Das stellte Chefcoach Kramer schon beim Laktattest fest. In der Mannschaft wird Fink akzeptiert, bereits in der abgelaufenen Saison war er stellvertretender Kapitän. 

Außerdem ist Fink seit sechs Jahren bei der Fortuna – die Frage ist bloß: wie lange noch? Fink ist im Juni 33 Jahre alt geworden, sein im Sommer auslaufender Vertrag wurde nur um ein Jahr verlängert. Sofern Kramer mit einem langfristigen Kapitän planen will, wird seine Wahl nicht auf den Süddeutschen fallen.

  • Axel Bellinghausen

Bellinghausen gehört zu den Leistungsträgern, ist anerkannt und ist einer der kommunikativsten Spieler im Team der Fortuna. Er war einer der wenigen Profis, der auch in der katastrophalen Rückrunde recht konstant seine Leistung abrief. Dass das auch seinem Spielertyp geschuldet ist, wird ihm bei der Suche nach einem neuen Kapitän nicht zum Verhängnis werden. 

Dass Kramer über Bellinghausen in dem Amt nachdenkt, ist offensichtlich. Gegen den FC Wegberg-Beeck durfte er in der zweiten Halbzeit die Binde tragen. Bodzek stand dort mit ihm auf dem Platz. Es gibt allerdings ein ähnliches Problem wie bei Fink: Bellinghausen ist auch schon 32 Jahre alt, besitzt nur noch ein Jahr Vertrag. Außerdem bleibt noch abzuwarten, ob Bellinghausen unter Kramer gesetzt sein wird. In Sercan Sararer hat er einen spielstarken Konkurrenten im Kader.

  • Michael Liendl

So wirklich auf dem Schirm hatten wir den Österreicher eigentlich nicht. Das änderte sich aber am Samstag: Er übernahm die Binde des ausgewechselten Fink. Auf dem Platz standen zwar sechs Neu-Fortunen, Spieler wie Schmitz oder Michael Rensing hätten aber auch das Amt übernehmen können.

Fakt ist: Liendl wird aller Voraussicht nach auch unter Kramer gesetzt sein. Allein schon, weil es auf seiner Position wenig Alternativen gibt. Wenn der Österreicher konstant Leistung erbringen kann, gehört er auch zu den wichtigsten Akteuren bei den Düsseldorfern. Allerdings schwankten seine Leistungen in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder. Außerdem ist er bisher nicht als Führungsspieler im Team aufgetreten. 

  • Michael Rensing

Eigentlich bringt Rensing alles mit, um die Kapitänsbinde zu tragen. Formschwankungen waren in der Vergangenheit im Grunde nicht existent, der ehemalige Bayern-Profi hat bereits auf ganz hohem Niveau Spielpraxis gesammelt. Zudem bewies er bereits in den vergangenen Monaten, dass er zu den engagiertesten Profis im Fortuna-Kader gehört. Bisher ist aber noch nicht sicher, ob Rensing auch an den kommenden Spieltagen im Tor stehen wird: Kramer hat seine "Nummer eins" noch nicht bestimmt. Zudem sind nicht alle Trainer von der Idee, einen Torwart als Kapitän zu benennen, begeistert.

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