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| 09.20 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna will Heimschwäche ablegen

Fortunas Zuschauerschnitt im Jahresvergleich
Fortunas Zuschauerschnitt im Jahresvergleich
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf erwartet den 1. FC Kaiserslautern und will sich in der Spitzengruppe festsetzen. Dafür muss das Team von Friedhelm Funkel allerdings die notorische Heimschwäche ablegen. Von Thomas Schulze

Die eklatante Heimschwäche hätte Fortuna Düsseldorf nicht nur beinahe in die dritte Liga geführt und Trainer Friedhelm Funkel den Job gekostet, sondern sie hat auch viele Fans vergrault. Von den 51 Begegnungen der vergangenen drei Jahre in der Esprit-Arena hat die Mannschaft gerade einmal 14 gewonnen und die treuen Anhänger auf eine überaus harte Geduldsprobe gestellt. Die Schwäche - Fortuna war in der vergangenen Saison die zweitschlechteste Heimmannschaft vor Absteiger Karlsruhe - hat zur Talfahrt des Vereins beigetragen und den Zuschauerschnitt kontinuierlich sinken lassen.

"Das erste Ziel, das sich die Mannschaft für diese Saison gesetzt hat, ist: Wir wollen heimstärker werden", sagt Innenverteidiger Kaan Ayhan. "Wir wollen das Spiel dominieren und die Fans mitnehmen. Sie sind ein wichtiger Faktor. Entsprechend wollen wir das Spiel angehen."

Das ist beim Auftakt gegen Eintracht Braunschweig (2:2) schon ganz gut gelungen und soll heute gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht nur fortgesetzt werden, sondern sich auch im Ergebnis widerspiegeln. Mit einem Heimsieg will sich Fortuna im oberen Tabellendrittel festsetzen.

Dass die Punktausbeute in den Heimspielen verbessert werden muss, um das ambitionierte Saisonziel Platz eins bis sechs zu erreichen, sieht auch Funkel, der aber die Chance nutzt, einigen Kritikern folgendes ins Stammbuch zu schreiben: "Unser Problem war die fehlende Effizienz im Abschluss und nicht, dass wir nicht offensiv gespielt haben. Das ist völliger Blödsinn. Im modernen Fußball, und wir spielen modernen Fußball, wird seit Jahren nur noch mit einem Stürmer gespielt, auch international. Auch wenn das viele anders sehen. Aber das heißt nicht, dass nicht offensiv gespielt wird, denn wenn die Außen vorrücken, haben wir zum Beispiel drei Stürmer. Aber das verstehen nicht alle. Wir müssen und werden flexibel sein, mal mit einem, mal mit zwei oder drei Stürmern."

In dieser Saison ist Fortuna flexibler, offensivstärker, erfolgreicher. "Wir haben aber auch einen wesentlich breiteren Kader", sagt der Trainer. "In dieser Saison können wir von der Bank nachlegen, das ist ein gutes Gefühl." Davon macht er regen Gebrauch, denn sowohl gegen Braunschweig als auch beim Pokalsieg in Bielefeld (3:1 n.V.) wechselte er Torschützen ein. "Ich bin natürlich froh darüber, aber das wird nicht jedes Mal klappen."

Deshalb versucht Funkel gegen Kaiserslautern die auf Anhieb richtige Startformation zu finden. Die ändert sich von Woche zu Woche, weil sie auch vom Gegner und der gewählten Taktik abhängt. "Es kann jeden treffen", sagt Funkel mit Blick auf die Ersatzbank. Aber anders als manch anderem Trainer bereitet ihm die Wahl keine Qual. "Wenn ich eine Entscheidung treffe, dann begründet und vollster Überzeugung", sagt er. Meist bespreche er das mit Assistent Peter Hermann. "Manchmal behalte ich sie auch ganz lange für mich. Die Spieler erfahren es aber rechtzeitig, nicht erst in der Mannschaftsbesprechung."

Konstant gesetzt sind Torhüter Michael Rensing und die Dreierkette in der Abwehr mit Kaan Ayhan, Andre Hoffmann und Niko Gießelmann. In Mittelfeld und Angriff wird kräftig rotiert. Schließlich will Fortuna überraschen - personell und mit der Spielweise, den Gegner und die Fans. Bislang ist das in dieser Saison ganz gut gelungen.

Quelle: RP
 
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