| 12.12 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Wir mussten auch gegen den Schiedsrichter spielen"

Reaktionen: "Es war deutlich mehr drin"
Reaktionen: "Es war deutlich mehr drin"
Düsseldorf. Die Fortuna verliert in Braunschweig ein Spiel mit 1:2, das sie nicht verlieren muss. Die Gäste stecken alle verfügbare Energie in eine Partie, aus der sie am Ende nichts mitnehmen können. Von Jan Dobrick

Enttäuscht schlich Lukas Schmitz durch die Stadion-Katakomben. "Wir haben die nötige Cleverness vermissen lassen", sagte der Linksverteidiger – und fügte hinzu: "Allerdings wird es auch ganz schwer, wenn man nicht nur gegen den Spitzenreiter, sondern auch gegen den Schiedsrichter spielen muss."

 

Die Düsseldorfer waren unzufrieden mit Sven Jablonski, dem sie vorwarfen, einseitig gepfiffen zu haben. Auch einige Twitter-User schossen sich auf den Unparteiischen ein. Eintracht-Torschütze Domi Kumbela habe bei jedem Kopfballduell mit Alexander Madlung Foul gespielt, das sei aber immer gegen den Innenverteidiger entschieden worden, beschwerte sich Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel, der ansonsten viel lobte: seine eigene Mannschaft und den Gegner.

"Die Eintracht hat jetzt sechs von sieben Spielen gewonnen, das ist eine außerordentlich gute Leistung", sagte der erfahrene Coach bei der Pressekonferenz. Mit dem Auftritt seines eigenen Teams sei er ebenfalls zufrieden: "Es hat sich beim 0:2-Rückstand nicht unterkriegen lassen. Am Ende standen sechs Spieler auf dem Platz, die 21 oder jünger waren. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", betonte der 62-Jährige.

Bei zwei Standardsituationen pennten die Düsseldorfer in der ersten Halbzeit. "Die Treffer sind unglücklich gefallen", befand Angreifer Rouwen Hennings. Kapitän Adam Bodzek analysierte sachverständig: "Wir haben aus dem Spiel heraus nicht viel zugelassen, aber Standards entscheiden nun einmal in der 2. Bundesliga sehr viele Spiele."

"Fortuna war bisher die beste Mannschaft, gegen die wir spielen mussten."

Die Düsseldorfer, die am 1. Spieltag in Sandhausen ein 0:2 ausgleichen konnten, steckten nicht auf, das musste man ihnen zugute halten. "Wir geben eben nie auf", betonte Bodzek. Die Fortunen versuchten es im zweiten Durchgang mit der Brechstange, verfransten sich aber immer wieder im Angriffsspiel. "Wir haben es zu kompliziert versucht", beschrieb Schmitz das mitunter zähe Ballgeschiebe. 

Erst der eingewechselte Jerome Kiesewetter knackte nach 78 Minuten den Braunschweiger Abwehrriegel. Für den 23-Jährigen war es der erste Zweitliga-Treffer. "Bei dem Tor habe ich spekuliert, dass der Verteidiger mit einem Abspiel rechnet und ich Richtung Tor marschieren kann. Natürlich wollten wir danach noch unbedingt das 2:2 machen, ein Anschlusstor reicht uns auch beim Spitzenreiter nicht", betonte der Offensivspieler.

Mehr als ein paar nette Worte von Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht konnten sich die Düsseldorfer nicht mehr erspielen. "Fortuna war bisher die beste Mannschaft, gegen die wir spielen mussten. Ein bockstarker Gegner, der uns extrem gefordert hat", sagte der Coach.

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