| 18.00 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Wir widmen diesen Sieg Frank Kramer"

Fortunen bejubeln Arbeitssieg beim FSV Frankfurt
Fortunen bejubeln Arbeitssieg beim FSV Frankfurt FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat unter Interimstrainer Peter Hermann den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison gefeiert. Durch das 2:1 beim FSV Frankfurt hat sich das Team vorübergehend aus der Abstiegszone herausgekämpft. Die Fortunen lobten nach der Partie die Arbeit des entlassenen Frank Kramers. Von Christoffer Kleindienst

Kurz bevor der erlösende Schlusspfiff ertönte, standen alle Fortunen, die nicht auf dem Spielfeld im Einsatz waren, vor der Bank und forderten das Spielende. Szenen, die die Wichtigkeit des Sieges in Frankfurt für Fortuna im Abstiegskampf deutlich dokumentierten. Die Düsseldorfer retteten das 2:1 über die Zeit und dank des besseren Torverhältnisses verließ die Fortuna zumindest für einen Spieltag die Abstiegsränge und ließ den SC Paderborn in der Tabelle hinter sich.

Dass die Spieler die "Mission Klassenerhalt" angenommen haben, war schon unter Ex-Trainer Kramer zu sehen. Kampf und Leidenschaft waren zumeist vorhanden, allzu häufig fehlte es aber an einer ekennbaren Struktur. Auch die Entlassung Kramers änderte daran wenig, unter Interimscoach Hermann, unter Kramer noch Co-Trainer, kam es nur vereinzelt zu der ein oder anderen gelungenen Passkombination. "Was soll ich anders machen? Ich war vorher ja auch da", sagte der ehemalige Assistent von Jupp Heynckes, der mit dem FC Bayern München 2013 die Champions League gewann, nach der Partie in Frankfurt im "Sky"-Interview. Vielmehr war es das dringend benötigte Glück, das dem Team am Sonntag weiterhalf. 

FSV Frankfurt - Fortuna FOTO: dpa, fru htf

Das machte sich vor allem in der 23. Minute bemerkbar, als die Fortuna einen Elfmeter zugesprochen bekam. Bis dato standen die Gäste zwar gut in der Defensive, im Angriff herrschte aber komplette Funkstille. Den Elfmeter verwandelte Kerem Demirbay, dem Team gab dieses Erfolgserlebnis Selbstvertrauen – das 2:0 war eine logische Konsequenz. "Es war von Anfang bis Ende ein enormes Kampfspiel. Jeder war bereit, dem anderen auf dem Platz zu helfen. Dass wir uns in der ersten Hälfte einen 2:0-Vorsprung erkämpfen konnten, war ein entscheidender Schritt und auch für den Kopf enorm wichtig", sagte Kapitän Karim Haggui.

Dessen Teamkollege Julian Schauerte sah das ähnlich: "Durch unsere große Leidenschaft haben wir uns die drei Punkte auch verdient. Es war fußballerisch sicherlich kein Wunderwerk von uns, aber das konnte man auch nicht erwarten." Genauso wie Haggui lobte auch Sercan Sararer den Zusammenhalt des Teams. Es habe vieles zusammengepasst, so der Flügelspieler: "Die Leidenschaft, die gefordert war, haben wir auch an den Tag gelegt. Man hat von Anfang bis Ende eine geschlossene Einheit auf dem Feld gesehen. So muss es in jedem Spiel sein."

Demirbay trifft per Elfmeter zum 1:0 FOTO: Christof Wolff

Allerdings fiel trotz der Euphorie aufgrund des ersten Auswärtserfolgs in dieser Saison auch der Name des ehemaligen Trainers. "Wir hatten eine sehr schwierige Woche. Es war nach der Beurlaubung von Frank Kramer alles andere als einfach für uns", begann Hermann seine Analyse auf der Pressekonferenz. Kapitän Haggui ging sogar noch einen Schritt weiter: "Wir widmen diesen Sieg Frank Kramer. Er hat nicht viel falsch gemacht. Es ist schade, dass er gehen musste. Deswegen schenken wir ihm diesen Erfolg." Dieser Sieg hilft dem Team allerdings mehr als dem geschassten Trainer.

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