Wirbel um Co-Trainer Hermann

Fortunas Testspielsieg gerät in den Hintergrund

Peter Hermann: Triple-Sieger als Co-Trainer FOTO: dpa

Düsseldorf. Wenn Jupp Heynckes Chefcoach bei den Münchnern wird, möchte er gern seinen alten Kumpel Peter Hermann wieder an Bord haben. Beim 5:0-Testspielsieg der Düsseldorfer in Ratingen war Hermann ganz normal mit dabei.

Von

Es sind ihre sportlichen Darbietungen, mit denen Fortuna in dieser Saison ihre Anhänger mehrfach begeistert hat. Dementsprechend gespannt blickten die Anhänger auch dem Testspiel des Zweitliga-Spitzenreiters beim Oberligisten Ratingen 04/19 entgegen - doch mehr als das Spiel selbst stand beim 5:0-Sieg der Düsseldorfer der Wirbel um Co-Trainer Peter Hermann im Mittelpunkt. Der FC Bayern München möchte den 65-Jährigen verpflichten, so die erfolgreichen Zeiten des Triples von 2013 mit dem Trainergespann Jupp Heynckes/Peter Hermann wieder aufleben lassen. Nach Informationen unserer Redaktion hat der Rekordmeister schon bei Fortuna angefragt.

Von einer "Krisensitzung" der Düsseldorfer berichtete das Onlineportal einer im Grunde recht renommierten Zeitung gar, was Fortunas Vorstandsvorsitzenden Robert Schäfer eher belustigte. "Das ist Unsinn", sagte er auf Nachfrage. "Sportvorstand Erich Rutemöller, Cheftrainer Friedhelm Funkel und ich haben zusammengesessen, wie wir das regelmäßig tun. Was für eine Krise sollten wir denn haben? Zum Thema Peter Hermann sage ich nur: Er hat bei uns einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018." Und den solle er auch erfüllen - wobei ungesagt bleibt, aber dennoch klar ist, dass bei einem entsprechenden finanziellen Angebot der Bayern irgendwann eine Schmerzgrenze erreicht wäre.

Fortuna gewinnt in Ratingen mit 5:0 FOTO: Falk Janning

In Ratingen machte Hermann ganz normal seinen Job - so wie die Profis, die die Partie beim Fünftligisten von Beginn an dominierten. Fortuna ging durch einen Treffer von Emir Kujovic schon nach fünf Minuten in Führung, nachdem Axel Bellinghausen den Stürmer mit einer Flanke maßgenau bedient hatte. Für das 0:2 sorgte der auffällig aufspielende Davor Lovren, der nach einem Steilpass von Havard Nielsen alleine auf Ratingens Keeper Felix Burdzik zulief und keine Probleme hatte, den Ball im Kasten unterzubringen. Trotz Nielsens Einzelaktion zum 0:3 spielten die Amateure mutig weiter und suchten ihre Chancen. Vor allem im zweiten Durchgang agierten sie immer forscher, doch die Treffer fielen auf der anderen Seite, durch Takashi Usami und Lovren mit dem schönsten Tor des Tages, aus 20 Metern in den Winkel.

Die Profi-Kicker, die am Morgen noch trainiert hatten, waren nicht mit ihrer stärksten Mannschaft nach Ratingen gefahren, weil die vier Nationalspieler Florian Neuhaus (U21), Gökhan Gül, Anderson Lucoqui (beide U20) und Kaan Ayhan (Tükei) mit ihren Auswahlteams unterwegs sind. Zudem fehlten die verletzten Torleute Michael Rensing und Raphael Wolf sowie Adam Bodzek, der sich einer Magenspiegelung unterziehen musste.

Quelle: RP

Outbrain