| 22.39 Uhr

Fortuna Düsseldorf
3:3 - selbst Rüzgars Hattrick reicht nicht zum Sieg

Fortuna Düsseldorf: Zweite verspielt Zwei-Tore-Vorsprung
Sein Dreierpack war zu wenig für Fortunas U23: Kemal Rüzgar FOTO: ch. wolff
Düsseldorf. Fußball-Regionalligist Fortuna II verspielt bei der TSG Sprockhövel erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung. Von Maximilian Lonn

Sie haben es wieder getan, die Serientäter von Fortunas Zweitvertretung. Schon wieder verspielten sie ohne Not einen Zwei-Tore-Vorsprung (bereits zum dritten Mal in dieser Saison), schon wieder gaben sie in der Schlussphase einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand und schon wieder verpassten sie einen Befreiungsschlag im nervenaufreibenden Abstiegskampf.

Statt also den Rückstand auf das rettende Ufer zu verkürzen, nutzte vielmehr der direkte Konkurrent Schalke 04 II den Patzer der Flingerner und vergrößerte gestern seinen Vorsprung dank eines 2:1-Heimsiegs gegen Alemannia Aachen auf nun sieben Zähler.

Es ist schon erstaunlich, nach welchen selben Mustern die meisten Spiele der "Zwoten" in dieser Spielzeit verlaufen: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernehmen die Fortunen spätestens nach der ersten richtigen Torchance das Kommando. Es folgen zahlreiche weitere Gelegenheiten, von denen allerdings nur ein Bruchteil verwertet werden. Weiter hinten macht die Abwehr eigentlich immer einen soliden Job, jedenfalls solange, bis sie in der Schlussphase einen unnötigen wie leicht vermeidbaren Gegentreffer kassiert. Dann ist es plötzlich um die Souveränität und Sicherheit geschehen, und es häufen sich die von Fortunas Trainer Taskin Aksoy mehrfach angesprochenen "haarsträubenden Fehler".

In der Summe ein Gemisch aus Pech und Unvermögen, gegen das nicht mal die beste Vorbereitung etwas hilft. "Wir haben es vorher angesprochen, dass sich die Sprockhöveler nicht so leicht aufgeben und haben nochmals ihr Spiel gegen Wiedenbrück (damals holten sie einen 0:3-Rückstand noch auf, Anm. d. Red.) gezeigt", sagte Aksoy, der auch seine Spieler in die Pflicht nahm. "Wir haben Jungs, die sieben bis acht Mal die Woche trainieren und die den Anspruch haben, in der Zweiten Liga spielen zu wollen. Dann verlange ich aber auch, dass man ein 3:1 oder 3:2 über die Zeit bringt. Es ist nicht das erste Mal und zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Saison."

Bei all dem Frust rückte selbst der Hattrick von Kemal Rüzgar in den Hintergrund. Die Profileihgabe benötigte für dieses Kunststück lediglich 13 Minuten und stockte damit ihr Torekonto auf vier Treffer in neun Einsätzen für die U23 auf. Ein besseres Bewerbungsschreiben hätte der Stürmer, der noch auf sein Saisondebüt bei den Profis wartet, nicht ausstellen können. Vielleicht wird er jetzt selbst zum Serientäter - sofern sich sein Team nicht schon wieder selbst im Weg steht.

Quelle: RP
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