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| 17.24 Uhr

Fortunas Niederlage im Pokalderby
Diskussion um Elfer – aber Videobeweis kommt erst im Viertelfinale

Kein Elfmeter für Fortuna nach Foul an Zimmer
Kein Elfmeter für Fortuna nach Foul an Zimmer FOTO: rtr
Düsseldorf. Die DFB-Pokalrunde hat bestätigt, was sich in der Bundesliga angedeutet hat: Der Videobeweis scheidet die Geister, doch bei strittigen Spielszenen wird der Ruf danach laut. Das Pokalderby wäre womöglich anders gelaufen, hätte der Schiedsrichter einen Video-Assistenten gehabt. Von Jessica Balleer

Nach der Pokalpartie zwischen Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach gingen die Fortunen als Verlierer vom Feld. Mit 0:1 (0:0) unterlagen sie den Gästen aus Mönchengladbach. Das knappe Ergebnis spiegelt wider, wie eng der Spielverlauf zwischen Zweitligist und Bundesligist tatsächlich war. Nuancen entschieden über Erfolg und Misserfolg. Es gab auch Entscheidungen des Schiedsrichters Manuel Gräfe, die die Gemüter erhitzten. 

Strittige Szenen des Spiels

Jean Zimmer und Oscar Wendt spielten die Hauptrollen in einer Situation in der 34. Minute. Florian Neuhaus spielte einen feinen Steilpass auf Zimmer. Im gegnerischen Strafraum traf ihn Wendt am Fuß, und Zimmer kam zu Fall. Die Fans tobten. Funkel beklagte sich beim vierten Offiziellen. Doch Schiedsrichter Gräfe ließ weiterspielen. Zimmer sagte der "Bild"-Zeitung später, er habe eine klare Berührung am Fuß gespürt. "Der Schiri meinte jedoch, Wendt hätte erst den Ball gespielt. Das sehe ich anders."

Wenig später beschwerte sich Borussias Raffael nach einem Zweikampf mit André Hoffmann und forderte einen Strafstoß. Wieder gab es keinen Elfmeter. "Beide hätte man geben können, insofern war das ausgeglichen", sagte Borussias Trainer Dieter Hecking nach dem Spiel. Funkel sprach später nur von einer "unglücklichen Niederlage" seiner Fortuna. In der 73. Spielminute zeigte Referee Gräfe dann doch noch auf den Punkt und gab zu Recht einen Strafstoß für die Fortuna, nachdem Niko Gießelmann von Tony Jantschke gefoult worden war. Diese Chance ließ Gießelmann liegen. Er nagelte den Ball an den Pfosten.

Fortuna - Borussia: die Fortunen in der Einzelkritik FOTO: rtr, sasw

Nimmt man allein die nicht gegebenen Elfmeter auf beiden Seiten, wäre das Endergebnis auch zugunsten der Borussia ausgefallen. Womöglich hätte sich das Spiel bei einer Fortuna-Führung ganz anders entwickelt. Die Fortuna-Spieler jedenfalls wollten nicht hadern. "In ein, zwei Tagen werden wir stolz auf uns sein", sagte Gießelmann. Was den Videobeweis betrifft, ist ein Fortschritt in Sicht: In der Bundesliga können die Schiedsrichter bekanntlich seit Saisonbeginn auf den Video-Assistenten zurückgreifen. Im DFB-Pokal wird er ab dem Viertelfinale eingesetzt, und in der kommenden Saison plant die DFL sogar, den Videobeweis im gesamten DFB-Pokalwettbewerb zu gewährleisten.

 
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