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Fortuna Düsseldorf
Fortuna gegen Nürnberg - das Treffen der Enttäuschten

Kerem Demirbay tritt alle Standards beim Training der Fortuna
Kerem Demirbay tritt alle Standards beim Training der Fortuna FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Die Düsseldorfer peilen am Sonntag (13.30 Uhr/Live-Ticker) den ersten Saisonsieg an. Von Falk Janning

Das Spiel Beim 1. FC Nürnberg rumort es vor der Partie gegen die Fortuna gewaltig hinter den Kulissen: Nicht nur der schlechte Saisonstart mit lediglich vier Zählern aus vier Partien sorgt für Unruhe, sondern auch der Verkauf von Niklas Stark für drei Millionen Euro zu Hertha BSC. Die "Clubberer" wollen nun unbedingt gewinnen, um wenigstens sportlich in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Die noch sieglose Fortuna spürt ebenfalls den Druck, endlich den ersten Dreier einfahren zu müssen.

Die aktuelle Form In der Vorsaison scheiterte Nürnberg deutlich am Versuch des direkten Wiederaufstiegs. Jetzt wagt das Team von Trainer René Weiler einen neuen Anlauf, gehört aber nicht zu den Favoriten. Und das zu Recht, wie die ersten Partien zeigen: Zum Auftakt verlor der FCN 3:6 gegen den SC Freiburg, gewann eine Woche später mit 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim, spielte 2:2 gegen 1860 München und unterlag dem VfL Bochum nach einer mutlosen Leistung 1:2. Die Weiler-Truppe zeigte, dass sie derzeit nicht über Mittelmaß hinauskommt und war in allen Partien das spielerisch schlechtere Team. Mit dem Weggang des hoffnungsvollen Defensivtalentes Stark aus wirtschaftlichen Zwängen büßt das Team sogar noch weiter an spielerischer Substanz ein.

Die personelle Lage Die Nürnberger müssen auf Raphael Schäfer (Trainingsrückstand nach einer Knieoperation) und Jürgen Mössmer (Reha nach Knorpelschaden im Knie) verzichten. Bei Fortuna fehlen definitiv Christopher Avevor (Knochenquetschung) und Sergio da Silva Pinto (Kieferbruch).

Stärken und Schwächen Der VfL Bochum deckte die Nürnberger Schwächen in der vergangenen Woche schonungslos auf. Vor allem kämpferisch hatte der VfL mehr zu bieten, gewann 55 Prozent der Zweikämpfe und hatte dadurch gegenüber dem FCN mehr als doppelt so viel Ballbesitz (67 Prozent). Auch die Flanken- (3:17), Ecken- (2:12) und Torschussbilanz (8:19) sprach deutlich gegen den "Club". Praktisch in allen Mannschaftsteilen hapert es bei den Schwarz-Roten, die auch mit Keeper Thorsten Kirschbaum nicht zufrieden sind.

Der Trainer René Weiler übernahm den Posten im November 2014 als Nachfolger von Valérien Ismaël. Der "Club" stand damals mit 14 Punkten auf Platz 14 der 2. Liga und hatte nur zwei Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Der 41-Jährige führte die Elf auf Platz neun in der Abschlusstabelle. Der Schweizer war vom FC Aarau ins Frankenland gewechselt, mit dem der gebürtige Winterthurer 2013 in die Schweizer Super League aufgestiegen war. Weiler hatte zuvor außerhalb der Schweiz weder jemals einen Klub trainiert (FC St. Gallen, Grasshopper Club Zürich U16, FC Schaffhausen und FC Aarau) noch gespielt (FC Winterthur, FC Aarau, Servette Genf, FC Zürich).

Der direkte Vergleich Die Zweitliga-Bilanz spricht für Fortuna: Drei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber, einmal spielten die Teams remis. Fortuna gewann die beiden jüngsten Partien im Frankenstadion: Im September 2014 gab es einen 2:0-Sieg durch Tore von Jimmy Hoffer und Sergio Pinto. Im November 1997 gewannen die Fortunen mit 1:0 in Nürnberg durch ein Tor von Igli Tare. In der Bundesliga-Saison 2012/13 gingen aus Sicht der Düsseldorfer beide Partien verloren (0:2, 1:2).

Quelle: RP
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