| 00.00 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna kämpft in Sandhausen um den Anschluss

Fortuna Düsseldorf: Fortuna kämpft in Sandhausen um den Anschluss
Ranisav Jovanovic FOTO: dpa
Düsseldorf. Die Düsseldorfer könnten im Erfolgsfall dicht an ihren Gastgeber SV Sandhausen heranrücken, müssen aber fünf Profis ersetzen. Von Falk Janning

Wie ist die Ausgangslage vor dem Spiel? Für beide Teams ist es neun Runden vor Schluss ein wegweisendes Sechs-Punkte-Spiel. Durch eine Negativserie von zehn Spielen mit nur einem Sieg ist der beruhigende 13-Punkte-Vorsprung des SV Sandhausen auf den drittletzten Platz, der in die Abstiegsrelegation führt, auf sechs Punkte geschrumpft. Gewinnt Sandhausen, könnte der Klub schon mit den Planungen für die fünfte Spielzeit in der 2. Liga beginnen. Nach einer Niederlage würde die Abstiegsgefahr bedrohlich werden, denn dann würde Fortuna, die seit vergangener Woche auf dem 16. Platz rangiert, bis auf drei Zähler heranrücken.

Wem gebührt die Favoritenrolle? Keinem der beiden Teams. Sie begegnen sich absolut auf Augenhöhe.

Wer ist in besserer Form? Beide haben jeweils nur vier Zähler aus den jüngsten sechs Begegnungen geholt. Die Gastgeber haben aber dennoch derzeit die bessere Form gezeigt. Beim jüngsten 2:3 bei 1860 München, der vierten Niederlage in Folge, zeigte die Truppe aus dem Hardtwald ihr bestes Spiel seit langem, war die bessere Mannschaft und ging nur leer aus, weil ihr das Quäntchen Glück fehlte.

Wer hat Vorteile in welchem Mannschaftsteil? Fortuna hat in der Defensive ein Plus. Sie hat dort zuletzt zwar auch mit Problemen gekämpft, doch die Kurpfälzer sind in der Abwehr derzeit noch anfälliger, was auch in München wieder offensichtlich wurde. Im Sturm sind die Gastgeber dagegen stärker: Aziz Bouhaddouz demonstrierte seine aufstrebende Form durch seinen Treffer per Fallrückzieher zum zwischenzeitlichen 1:1 in München, und der frühere Fortune Ranisav Jovanic bestätigte bei den 60ern mit seinem Anschlusstor zum 2:3, dass er immer für ein Tor gut ist, vor allem wenn er als Joker kommt.

Wer hat im direkten Vergleich die Nase vorn? Fortuna hat in der Zweitliga-Bilanz gegen Sandhausen die Nase vorn: drei Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber. Im Hardtwald-Stadion haben die Düsseldorfer beide Partien gewonnen: 2:0 im Mai 2015 (Tore: Hoffer und Liendl) und 3:0 im April 2014 (Tore: zweimal Liendl und Halloran).

Wie lief das Hinspiel? Fortuna unterlag im September des vergangenen Jahres im eigenen Stadion 0:1 gegen die Truppe von Trainer Alois Schwartz, der gestern seinen 1000. Tag im Amt feierte und heute sein 100. Pflichtspiel als Trainer bestreitet. Das einzige Tor im Hinspiel erzielte ausgerechnet Ranisav Jovanovic. Fortunas Aufstiegs-Held von 2012 sparte sich aus Respekt vor dem Verein aber den Jubel. Vor dem Gegentor hatte Torwart Michael Rensing den entscheidenden Patzer begangen: Der Keeper, der in dieser Saison ansonsten der beste und zuverlässigste Spieler seiner Truppe ist, hatte einen Schuss von Robert Zillner nach vorne abprallen lassen. Der damalige Trainer Frank Kramer meinte nach der dritten Heimniederlage: "Wir sind fußballerisch verkrampft, uns ist die Sicherheit abhanden gekommen."

Welche Spieler fehlen? Fortuna muss ohne die verletzten Kerem Demirbay, Sercan Sararer und Christian Strohdiek, den suspendierten Joel Pohjanpalo sowie den Ex-Sandhäuser Julian Schauerte auskommen, der wegen der fünften Gelben Karte gesperrt ist. Sandhausen fehlen die verletzten Kevin Kratz, Manuel Stiefler, Steven Zellner und José Pierre "Joe" Vunguidica.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fortuna Düsseldorf: Fortuna kämpft in Sandhausen um den Anschluss


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.