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Fortuna
Fortuna sagt Zoundi adieu

Fortuna: Fortuna sagt Zoundi adieu
Patrick Zoundi. FOTO: rpo, Falk Janning
Fortuna trennt sich vom Nationalspieler Burkina Fasos. Im Spiel bei Rot-Weiß Oberhausen (13 Uhr, Live-Ticker) fehlt er verletzt - dafür ist Adam Bodzek nach seiner Sperre wieder dabei. Von Bernd Jolitz

Seit Wochen zeichnete sich die Entscheidung ab, gestern machte Fortuna sie offiziell: Zum Saisonende wird Patrick Zoundi den Fußball-Zweitligisten verlassen. "Wir haben Patrick mitgeteilt, dass wir ihm kein Vertragsangebot mehr unterbreiten werden", sagte Manager Wolf Werner. "Das Kuddelmuddel, das sich um seine Beratersituation entwickelt hat, konnten wir nicht mitmachen. Zumal, da sich das Ganze nicht unbedingt leistungsfördernd auf ihn ausgewirkt hat." Zur Erinnerung: Zoundi hatte Fortuna seinen Ex-Kollegen Axel Lawarée als neuen Verhandlungspartner präsentiert, anschließend hatte sein alter Berater Zico Ouedraogo jedoch rechtliche Ansprüche geltend gemacht.

Dass der Nationalspieler Burkina Fasos nicht zu Fortunas Kader im Zweitligaspiel bei Rot-Weiß Oberhausen zählt, hat freilich nichts mit der Trennung zu tun. "Die Sache verhält sich ganz anders als bei Marcel Gaus, denn bei Patrick haben ja wir das Angebot zurückgezogen", erklärt Trainer Norbert Meier. "Pat ist nur einfach nach seiner langen Verletzungspause noch nicht ganz so weit. Wir sind froh, dass er wieder mittrainieren kann, aber ein Einsatz in Oberhausen käme noch zu früh für ihn."

Meier erwartet einen heißen Tanz, nicht nur, weil es sich um ein Nachbarschafts-Derby handelt. "Es geht für RWO um sehr viel", betont der Coach. "Die Mannschaft wird mit enorm viel Kampfkraft und Einsatz zu Werke gehen, weil sie jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. Außerdem hat der Platz in Oberhausen im Winter enorm gelitten, das wird für uns eine gewisse Umstellung sein." Unterm Strich heiße das, "das wir richtig dagegenhalten müssen".

Dies kann Fortuna wieder mit Adam Bodzek tun, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Ob das aber schon reicht, die schwarze Auswärtsserie zu beenden? Der letzte Sieg datiert vom 26. November - 2:0 bei Schlusslicht Arminia Bielefeld.

Am Freitag gab?s auf jeden Fall schon mal Grund zum Feiern: Wolf Werner tischte anlässlich seines 69. Geburtstags auf. Die obligatorische Zigarette nach dem vom Manager gesponserten Buffet musste Trainer Meier allerdings ausfallen lassen. Wegen der Bauarbeiten zum Eurovision Song Contest dürfen die Fortunen nicht mehr aus ihren Räumen heraus auf die Ränge der Esprit-Arena treten, die Meier gern als Raucher-Tribüne nutzt. Sogar die Griffe der Glastüren sind abmontiert. Der Coach nahm?s mit Humor: "Der ESC ist trotzdem klasse. Wolf Werner und ich überlegen noch, ob wir als Background-Chor für Aserbaidschan mitmachen."

Quelle: RP
 
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