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| 22.48 Uhr

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Fortuna schläft bei Standards

Fortuna: Fortuna schläft bei Standards
Beim ersten Treffer kam Dmitri Bulykin Claus Costa in die Quere, als dieser per Kopf klären wollte. FOTO: rpo, Falk Janning
Es gibt Tage, da geht einfach alles schief. Fortunas Fußballer hatten am Samstag so einen erwischt ­- und kassierten folgerichtig ihre achte Saisonniederlage auf fremden Plätzen. Trotz eines Chancenverhältnisses von 9:4 zugunsten der Düsseldorfer war der 2:0-Erfolg des FSV Frankfurt nicht unverdient. Von Bernd Jolitz

Die Hessen, die bereits zum siebten Mal in Folge ungeschlagen blieben und nach Punkten mit dem Fünfzehnten Rostock gleichzogen, wurden für ihre größere Leidenschaft in den Zweikämpfen belohnt.

Es ehrte FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen allerdings, dass er hinterher von einem "mit Geschick, aber auch ausreichend Glück gewonnenem Spiel” sprach. "Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf sicher nicht komplett wider”, meinte der Coach und spielte dabei auf die vielen klaren Möglichkeiten Fortunas an.

Die Gäste, und dabei allen voran ihr Torjäger Martin Harnik, waren indes nicht in der Lage, diese Gelegenheiten zu nutzen -­ und das hat bei einem derart klaren Chancenverhältnis nie ausschließlich mit Pech zu tun. "Kein Vorwurf an Martin, du musst dir diese Chancen ja erstmal erarbeiten”, kommentierte Trainer Norbert Meier. "Aber ich kann mich allein an fünf klare Dinger von ihm erinnern. Auswärts bekommst du nicht so viele Chancen, und die musst du dann nutzen.”

So wie der FSV es bei seinen wenigen tat. Beim ersten Treffer kam Dmitri Bulykin Claus Costa in die Quere, als dieser per Kopf klären wollte, beim zweiten köpfte Anderson den Ball ohne Not vors eigene Tor. In beiden Fällen folgte ein Abwehrchaos, in dem sich niemand für den Frankfurter Cidimar zuständig fühlte, in beiden Fällen waren Standards vorausgegangen ­ erst ein Freistoß dann ein Eckball. Die Düsseldorfer Defensivschwäche bei ruhenden Bällen setzte sich also ebenso fort wie die schwache Auswärtsbilanz.

Irgendwie passte dann auch ins Bild, das selbst Taktikfuchs Meier, der schon so oft in dieser Saison die richtigen Entscheidungen traf, diesmal danebenlag. Die Maßnahme, Bulykin für den bei seinem Comeback schon früh mit einem Muskelfaserriss ­ an derselben Stelle des Oberschenkels ­ ausgeschiedenen Ranisav Jovanovic zu bringen, war ein klassischer Fehlgriff. Der Russe wirkte alles andere als austrainiert, brachte nur dann Positives zuwege, wenn ihm (wie bei seinem Lattentreffer) der Ball vor die Füße fiel. An Bulykins Stelle blieb Sebastian Heidinger zu Hause, Marcel Gaus spielte in der Zweitvertretung. Man hätte sich jeden von ihnen gut in Fortunas Elf von Frankfurt vorstellen können.

Quelle: RP
 
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