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Fortuna Düsseldorf
Fortuna stapelt vor dem Westschlager in Bochum tief

Abschlusstraining vor Duell in Bochum
Abschlusstraining vor Duell in Bochum FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fußball ist seit jeher ein beliebter Spielplatz für Statistiker. Dass Statistiken indes nicht immer besonders aussagekräftig sein müssen, belegt das Zweitliga-Westderby zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf. Von Bernd Jolitz

Vor dem Aufeinandertreffen an der Castroper Straße (Freitag, 18.30 Uhr/Live-Ticker) dürfen die Bochumer mit breiter Brust verkünden, noch nie ein Zweitliga-Heimspiel gegen Fortuna verloren zu haben: Die mageren zwei Siege, die die Düsseldorfer in den vergangenen 28 Jahren holten, gab es eine Spielklasse höher. Auf der anderen Seite gab es in den jüngsten sechs Pflichtduellen beider Teams keinen Bochumer Erfolg: Vier Unentschieden stehen zwei Niederlagen gegenüber.

Wer ist also nun der Favorit in der heutigen Begegnung? Um das zu beantworten, braucht Fortunas Trainer Frank Kramer keine ausführliche Statistik. "Wir müssen erst einmal dahin kommen, wo der VfL längst ist", sagt der Coach. "Er hat eine gewachsene Mannschaft, die ihren in der Vorsaison begonnenen Weg fortsetzen kann. Wir dagegen stehen noch am Anfang. Wir haben uns über das 3:0 gegen 1860 München gefreut, aber von Euphorie sind wir weit entfernt. Wer am Freitag der Außenseiter ist, ist klar." Dafür genügt ein Blick auf die Statistik schlechthin - die aktuelle Tabelle. Dort ist Bochum Erster, Fortuna trotz des ersten Sieges Fünfzehnter.

Dennoch steckt in Kramers Worten auch ein wenig branchenübliche Tiefstapelei. Fortuna nämlich präsentierte gegen München eine Leistung, die auch den Spitzenreiter vor erhebliche Probleme gestellt hätte. Sie nutzte endlich ihre Torchancen, kann zudem heute dieselbe Formation aufbieten wie gegen die "Löwen" - also auch Axel Bellinghausen, der eine Halbzeit lang überragte, dann aber mit einer Fußprellung ausscheiden musste.

"Wir freuen uns auf die Herausforderung", versichert Kramer, und sein breites Lächeln dabei verrät, dass das keine bloße Floskel ist. Gerade beim Tabellenführer haben die Düsseldorfer die große Chance, ihren Fehlstart weit in den Hintergrund zu drängen. 3400 Fortuna-Fans unterstützen sie dabei.

Quelle: RP
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