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Fortuna Düsseldorf
Fortuna will gegen Paderborn ihre Bilanz verbessern

Fortuna vor erstem Heimspiel
Düsseldorf. Am Sonntag treffen die Düsseldorfer in der Esprit-Arena (13.30 Uhr) auf den Bundesliga-Absteiger. In schmerzlicher Erinnerung dürfte den Fortuna-Fans noch immer das 1:6 von vor zwei Jahren sein. Von Falk Janning

DAS SPIEL Mit Fortuna und dem SC Paderborn treffen morgen zwei Teams aufeinander, die am ersten Spieltag sieglos blieben. Während die Düsseldorfer beim 1:1 bei Union Berlin gute Ansätze zeigten, lieferte der SCP beim 0:1 gegen den VfL Bochum eine schlechte Leistung ab. Die Trainer beider Mannschaften lassen grundsätzlich offensiv spielen. Die Gäste bevorzugen ein 4-3-3-System, in dem sie ihr Drei-Mann-Mittelfeld je nach Bedarf offensiver oder defensiver ausrichten können.

DIE AKTUELLE FORM Beide Teams sind noch nicht eingespielt, das war beim Auftakt deutlich zu sehen. Paderborn trat gegen Bochum mit vier Zugängen in der Anfangsformation an, Fortuna in Berlin sogar mit sechs. "Logisch, dass da noch nicht alle Automatismen greifen können", sagt Fortuna-Coach Frank Kramer. Der SCP hat zudem das Problem, dass er nach dem Abstieg noch nicht in der 2. Liga angekommen ist und sich erst wieder an die zweikampforientierte Spielweise gewöhnen muss.

DIE PERSONELLE LAGE Die Paderborner setzten in der Sommerpause alles daran, den Aderlass nach dem Bundesliga-Abstieg so klein wie möglich zu halten. Dennoch mussten die Ostwestfalen zwölf Abgänge verkraften. Viele Spieler machten von ihren Ausstiegsklauseln Gebrauch. Starke Abgänge waren dabei, so zum Beispiel Mittelfeldregisseur Mario Vrancic. Der Denker und Lenker des Teams wechselte zu Darmstadt 98. Für das morgige Spiel fehlt den Paderbornern zudem Srdjan Lakic, der sich nach Achillessehnenproblemen noch im Aufbautraining befindet.

Fortuna bereitet sich intensiv auf Paderborn-Spiel vor FOTO: Falk Janning

STÄRKEN UND SCHWÄCHEN Auffällig bei Fortuna wie bei Paderborn waren die Schwächen in der Offensive. Während die Düsseldorfer sich aber immerhin Chancen in Hülle und Fülle herausarbeiteten und lediglich im Abschluss versagten, liegen die Probleme bei den Gästen tiefer. Im zentralen Mittelfeld fehlte die Abstimmung, zudem produzierte es kaum Ideen, um die Angreifer in gefährliche Position zu bringen. Mittelstürmer Nick Proschwitz hing deshalb vollständig in der Luft, hatte während der 90 Minuten keine einzige gute Einschussmöglichkeit.

DER TRAINER Markus Gellhaus (45) war neun Jahre lang Co-Trainer unter Jos Luhukay - beim SC Paderborn (2001-2006), bei Borussia Mönchengladbach (2007/2008), beim FC Augsburg (2009-2012) und bei Hertha BSC (2012-2015). Nun hat er an der Pader als Nachfolger von André Breitenreiter zum ersten Mal einen Chefposten übernommen. Er tritt ein schweres Erbe an, denn seinem Vorgänger gelang der sensationelle Bundesliga-Aufstieg, dazu genießt im Verein und bei den Fans Heldenstatus. Gellhaus spielte als Fußballer beim SV Steinheim, TuS Schloss-Neuhaus, TBV Lemgo und BV Bad Lippspringe. Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er in der Jugendabteilung des SCP und betreute zwischenzeitlich auch die Regionalliga-Mannschaft.

DER DIREKTE VERGLEICH Fortunas Zweitliga-Bilanz ist mit zwei Siegen sowie je drei Remis und Niederlagen leicht negativ. Schlechte Erinnerungen haben die Düsseldorfer vor allem an die Heimspiele: Der jüngste Vergleich mit dem SCP in der Esprit-Arena ging am 26. Oktober 2013 mit 1:6 verloren. Es ist Fortunas höchste Niederlage in der Arena und war der Anfang vom Ende von Ex-Trainer Mike Büskens. Auch in den beiden Spielzeiten zuvor war den Rot-Weißen kein Heimsieg gelungen: Am 16. Dezember 2011 unterlagen sie mit 2:3 und am 12. März 2011 spielten sie 0:0. Den bislang letzten und einzigen Zweitliga-Heimsieg der Fortuna gab es am 8. August 2009: Marco Christ (15.), Oliver Fink (20.) und Christian Weber (35.) schossen ein 3:0 heraus.

Quelle: RP
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