| 17.41 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fortuna zeigt sich trotz Niederlage in der Defensive verbessert

Höfler tanzt Bodzek aus und trifft sehenswert zum 1:2
Höfler tanzt Bodzek aus und trifft sehenswert zum 1:2 FOTO: dpa, gki fpt
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf liegt nach dem 4. Spieltag auf dem 17. Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Das darf nicht beschönigt werden, das Team braucht dringend Erfolgserlebnisse. Bei der 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg zeigte sich die Defensive immerhin schon verbessert.  Von Christoffer Kleindienst

Hätte, wenn und aber: Bei der Fortuna herrscht derzeit der Konjunktiv vor. Die Düsseldorfer zeigen in der jungen Saison immer wieder ihr Potenzial, spielen sich zahlreiche Torchancen heraus. Die reinen Zahlen lesen sich allerdings alarmierend. Fortuna rangiert auf dem 17. Tabellenplatz, drei Tore hat sie geschossen, sechs Gegentreffer musste sie hinnehmen. Lediglich der MSV Duisburg liegt hinter den Düsseldorfern in der Tabelle. "Sicherlich ist es unglücklich, wenn man zweimal die Latte trifft, alles in allem müssen wir uns aber bei so vielen vergebenen Chancen an die eigene Nase fassen", analysierte zumindest Lukas Schmitz nach der Pleite gegen Freiburg ehrlich. 

Wenn man sich die Bilanz der Fortuna saisonübergreifend anschaut, kommt es noch dicker: Von den letzten zwölf Ligaspielen gewann sie nur eine Partie. Nur vierzehn Punkte sammelte das Team in diesem Jahr – in 19 Spielen. Der personelle Umbruch in der Sommerpause macht weiterhin Hoffnung – und ist zugleich auch Erklärung der schwachen Punkteausbeute in der neuen Saison. 

Im Spiel gegen Freiburg muss die Fortuna irgendetwas richtig gemacht haben. Das Team wurde nach der Partie von den Fans mit stehenden Ovationen verabschiedet. "Man sieht an der Reaktion der Fans, dass wir für unsere Leistung viel Zuspruch bekommen haben", sagte Frank Kramer beeindruckt.

Die Reaktion der Anhänger war wohl eher eine Anerkennung an die Offensivbemühungen der Fortunen, die in der zweiten Halbzeit nicht in einem Tor münden wollten. Allerdings zeigten sich die Düsseldorfer endlich auch in der Defensive kompakter. Im Training ließ Kramer eben diese Kompaktheit einüben, das machte sich gegen Freiburg bemerkbar. Wenig Chancen konnten sich die Gäste herausspielen. Dennoch zeigten die beiden Gegentore, dass das Trainerteam noch viel Arbeit vor sich hat.

  • Das 0:1 von Vincenzo Grifo 

Nach einer Standardistuation für die Fortuna in der Offensive attackiert Freiburg die Düsseldorfer – mit Erfolg: Karim Haggui spielt im Zurücklaufen einen ungenauen Kopfball, der Konter ist damit eingeleitet. Christian Strohdiek und Lukas Schmitz konzentrieren sich nur auf das Zentrum. Grifo ist auf links vollkommen frei, Mathis Bolly steht zu offensiv. 

Das alles hätte allerdings Adam Bodzek verhindern können, der in dieser Szene zwingend ein taktisches Foul gegen Vorbereiter Maximilian Philipp begehen muss. Seine fehlende Explosivität ist bekannt, seine Qualitäten liegen in der Spielintelligenz und rustikalen Spielweise. Eben die lässt er in dieser Szene vermissen. 

  • Das 1:2 von Nicolas Höfler
Ya Konan trifft aus elf Metern nur die Latte FOTO: dpa, gki fpt

Und wieder eine Standardsituation. Dieses Mal ist Fortuna in der Defensive. Allerdings sind sie nach der ersten Welle unaufmerksam, der Ball kommt zurück in die Gefahrenzone. Keiner achtet auf Höfler, der auf den Flügel ausweicht. Bodzek bemerkt es zumindest, verhält sich allerdings im Zweikampf sehr unbeholfen. Zugegeben: Der Schlenzer des Kapitäns wird sicherlich auch nicht immer den Weg ins Tor finden. Aber erneut stimmte die Ordnung bei einer Standardsituation nicht. 

Das Positive an diesen Szenen ist, dass sie aus speziellen Situationen entstanden. Während des Spiels stand die von Kramer geforderte Defensivordnung, lediglich auf der rechten Abwehrseite bereitete Fortuna der offensive Außenverteidiger ein wenig Probleme. Bei den Standardistuationen haperte es hingegen gewaltig an der Abstimmung – ein Dilemma, das bei der neu zusammengestellten Mannschaft keine Überraschung ist. Eben das gilt es nun zu reduzieren. Dann reicht im besten Fall auch mal ein Tor der gescholtenen Offensive.

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