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Fortuna-Trainer Funkel
"Die Fans dürfen träumen, wir müssen arbeiten"

So könnte Fortuna gegen Hannover spielen
Düsseldorf. Es war nur noch eine Formsache - allerdings eine, die die Beteiligten genüsslich zelebrierten. Die Vertragsunterschrift von Friedhelm Funkel hebt die ohnehin glänzende Fußball-Stimmung in Düsseldorf. Von Bernd Jolitz

"Fortuna Düsseldorf hat den Vertrag mit Trainer Friedhelm Funkel um ein Jahr verlängert", sagte Sportvorstand Erich Rutemöller. "Das ist eine Tatsache, die ich sehr gern verkünde. Seine Erfahrung ist Gold wert, er tut der Fortuna gut." Da wollte der Coach nicht nachstehen: "Schön, das zu hören, aber Fortuna tut auch mir gut. Ich habe unheimlich viel Spaß an der Arbeit, und ich habe den ganzen Verein in den vergangenen Monaten nur positiv kennengelernt."

Man schätzt sich, man mag sich, und über die recht kurze Laufzeit bis Juni 2018 sollte sich auch niemand wundern. "Ich habe in meiner Laufbahn stets nur Ein-Jahres-Verträge gemacht", erklärte Funkel. Der Zeitpunkt, die weitere Zusammenarbeit zu verkünden, ist gut gewählt, denn die Nachricht hebt die ohnehin glänzende Fußballstimmung in Düsseldorf weiter.

Vor dem heutigen Spitzenspiel gegen Bundesliga-Absteiger Hannover 96 (18.30 Uhr, Live-Ticker) steht Fortuna auf Rang fünf, könnte die hoch favorisierten Niedersachsen mit einem Sieg sogar von deren drittem Tabellenplatz verdrängen. "Aber daran denkt bei uns niemand", versichert Funkel. "Wenn man Fünfter ist, wachsen natürlich die Träume und Sehnsüchte. Die Fans dürfen auch träumen, wir müssen arbeiten." Immerhin lässt der 62-Jährige ein Hintertürchen für eventuelle spätere Träume offen: "Wir haben bis zum Jahresende vier schwere Spiele vor der Brust. Wenn wir die überstanden haben, dann ist meine Meinung dazu viel aussagekräftiger."

Funkel plaudert mit Pep

Wenn es nach Funkel geht, sollten seine Spieler nicht nur die Tabelle, sondern auch die 1:6-Pleite in Hannover im DFB-Pokal aus ihren Köpfen verbannen. "Revanchegelüste sind schlechte Berater", meinte der Trainer, der in diesem Fall die Sprachregelung aber offenbar nicht zu hundert Prozent mit seinen Profis abgesprochen hat. Mittelfeldspieler Marcel Sobottka gibt jedenfalls ehrlich zu: "Wir haben gegen 96 noch etwas gutzumachen."

30.000 Zuschauer werden heute erwartet, und diese werden wieder Angreifer Ihlas Bebou zu sehen bekommen, der beim 1:0 auf St. Pauli nur eingewechselt wurde. "Ihlas spielt", betonte Funkel, der sich sehr angetan von einem Gespräch zeigte, das er mit Pep Guardiola auf dem Trainingsplatz führte, als Gladbachs Champions-League-Gegner Manchester City eine Einheit in Düsseldorf absolvierte. "Pep hat eine Aura, die ist einfach gut", sagte Funkel. "Und er wusste auch, dass Fortuna gut steht in der Tabelle." Möglicherweise heute Abend ja noch besser.

Quelle: RP
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