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| 13.37 Uhr

Friedhelm Funkel optimistisch
"Sieglos-Serie wirft Fortuna nicht um"

Raman fehlt im letzten Fortuna-Training des Jahres
Raman fehlt im letzten Fortuna-Training des Jahres FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Keine Mannschaft in der 2. Bundesliga hat aus den vergangenen sechs Spielen weniger Punkte geholt als Fortuna Düsseldorf. Gerade einmal drei Zähler haben die Rot-Weißen gesammelt. Doch für Trainer Friedhelm Funkel ist die aktuell pechschwarze Serie "kein Drama". Von Falk Janning

Der Chefcoach des Zweitligisten gibt sich betont gelassen: "Dass wir sechs Spiele nicht gewonnen haben, wird uns absolut nicht umwerfen", sagte der 64-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig (Freitag, 18.30 Uhr/Live-Ticker). Eine Phase mit weniger guten Ergebnissen sei für ihn im Laufe einer Saison "ganz normal" und ereile jedes Team.

Funkel zieht dabei eine sehr positive Bilanz der Hinrunde. Die endete zwar mit einem 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg und der zweiten Heimniederlage in Folge. Doch für den Trainer ist bei der Bewertung der ersten Saisonhälfte die Gesamtleistung wichtiger als der aktuelle Negativ-Trend. "Wir haben neun von 17 Spielen gewonnen und 31 Punkte gesammelt. Das hat uns vor der Saison niemand zugetraut", so der Trainer. "Als wir Platz eins bis sechs als Saisonziel ausgaben, obwohl wir mit Kevin Akpoguma und Ihlas Bebou zwei unserer besten Spieler verloren haben, da meinten viele: ,Boah, ist das mutig‘", erinnert er sich. Niemand habe es den Fortunen zugetraut, diese Spieler zu ersetzen.

Nun habe die Mannschaft als Dritter der Tabelle alle überrascht und liege im Soll. Funkel fordert, weder die Sieges- noch die Sieglos-Serie überzubewerten. So viel Glück seine Mannschaft in den ersten Partien der Saison gehabt habe, so viel Pech habe sie nun in den vergangenen Wochen. "Du kannst eine starke Mannschaft wie Nürnberg nicht über 90 Minuten beherrschen, das haben wir vorher auch nicht gemacht." Aber während der Siegesserie habe in solchen Partien dann eben das Glück Pate gestanden. Etwa beim 3:2 gegen Union Berlin.

"Wir haben gegen Union eine katastrophale zweite Halbzeit gespielt, das Spiel hätten wir nie gewinnen dürfen", sagte Funkel. Ganz anders beim 0:2 gegen Nürnberg. "Macht Benito das 1:0, als er frei vor dem Torwart steht, läuft das Spiel ganz anders."

Zum Transfer von Peter Hermann

Einen Zusammenhang zwischen dem Abgang von Co-Trainer Peter Hermann und der Sieglos-Serie streitet Funkel energisch ab: "Dieses Gerede über die Bilanzen mit und ohne Peter finde ich respektlos gegenüber denen, die das jetzt machen. Axel Bellinghausen und Thomas Kleine machen einen Super-Job als Co-Trainer", sagte er deutlich. Und Funkel erinnert daran, dass die Fortuna auch mit Peter Hermann in der vergangenen Saison im Abstiegskampf war und beinahe abgestiegen wäre. "Der entscheidende Mann in jedem Verein ist der Cheftrainer, und das bin ich."

Schließlich äußerte Funkel den Gedanken, dass es besser gewesen wäre, die neun Siege in der Hinrunde anders zu verteilen. "Wenn wir von den ersten elf Spielen nur sechs gewonnen hätten, dafür von den letzten sechs aber noch mal drei, dann hätten wir mehr Ruhe hier", sagte Fortunas Trainer. Nun hoffe er, dass mit einem Dreier am Freitag beim letzten Spiel des Jahres wieder Ruhe einkehrt. 

 
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