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Fortuna Düsseldorf
Hennings verpasst die Belohnung

Fotos: Das ist Rouwen Hennings
Fotos: Das ist Rouwen Hennings FOTO: f95.de
Braunschweig. In Braunschweig wäre der Torjäger fast zum Hauptdarsteller geworden, hatte aber Pech. Rouwen Hennings lässt sich aber nicht so leicht unterkriegen.  Von Bernd Jolitz

Als der ehemalige Torschützenkönig der 2. Bundesliga in seinen ersten drei Partien für Fortuna Düsseldorf nicht ins Netz traf, fingen die ersten schon an, seine Minuten ohne Torerfolg zu zählen. Hennings blieb norddeutsch kühl, konterte die arg verfrühte Kritik mit einem freundlichen Lächeln.

Jetzt hat die Leihgabe des englischen Erstligisten FC Burnley seit dem 3:0 gegen Bochum seinen ersten Treffer zu Buche stehen, zudem einen wichtigen Assist - doch dass er nun nicht gleich wieder automatisch zum Serienschützen wird, zeigte die Partie beim Zweitliga-Tabellenführer Eintracht Braunschweig am Freitag. Hennings hätte der Hauptdarsteller des Abends werden können, doch das Glück war ihm in zwei Szenen nicht hold. Zunächst erwischte Braunschweigs Torhüter Jasmin Fejzic den Kopfball des Fortuna-Stürmers gerade noch mit den Fingerspitzen, dann schoss der 29-Jährige aus der Drehung wenige Zentimeter über das Tor.

Unterkriegen lässt sich Hennings aber auch diesmal nicht. "Diese Niederlage ist ärgerlich, weil wir zwei blöde Gegentore kassieren und selbst zwar nicht viele, aber dafür gute Chancen haben, das Spiel zu drehen", sagt der gebürtige Bad Oldesloer. "Die Tore, die wir bekommen, sind so ärgerlich und dabei so unglücklich, dass man nicht so genau weiß, wo man den Hebel ansetzen soll." Stimmt durchaus: ein krass abgefälschter Ball in Heidenheim, je ein kurioser Sonntagsschuss auf der Schwäbischen Alb und in Braunschweig, dazu ein Ball, der Eintracht-Torjäger Domi Kumbela im Gewühl vor die Füße fällt. Solche Szenen in Zukunft zu verhindern, lässt sich schlecht trainieren.

Hennings bekommt noch nicht genug Bälle

Schon eher, dass die feldüberlegene Fortuna lernt, diese Dominanz auch in Chancen und Tore umzumünzen. Im Heimspiel gegen Bochum gelang das schon bestens, in Braunschweig dagegen nicht. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass noch nicht genügend Bälle bei Hennings ankommen. Özkan Yildirim, von Werder Bremen eigens für solche Pässe geholt, ist nach schwerer Verletzung gerade wieder genesen, Arianit Ferati hat erst jetzt seinen Trainingsrückstand aufgeholt.

Der Beinahe-Hauptdarsteller bringt zudem einen Akteur ins Spiel, der tatsächlich im Mittelpunkt stand, obwohl er es nicht sollte. "Es hätte für uns klappen können, wenn der Schiedsrichter nicht bei jeder Kleinigkeit gegen uns gepfiffen hätte", sagt Hennings. "Zum Beispiel macht Braunschweigs Schönfeld 15 Fouls und sieht kein Gelb, wir dafür für jeden Mist."

Trainer Friedhelm Funkel gibt seinem Stürmer Recht: "Kumbela spielt bei jedem Kopfballduell mit Alex Madlung Foul, aber den Freistoß bekommt immer Braunschweig." Wohltuend, dass die Fortunen bei allem Ärger über Sven Jablonski den eigenen Anteil im Auge behielten. "Fehler werden uns immer wieder passieren", betont Hennings. "Unser Job ist jetzt, sie zu minimieren." Da ist was dran.

Quelle: RP
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