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| 09.12 Uhr

Fortuna Düsseldorf
"Das war ein richtiges Tohuwabohu"

Fortuna - Karlsruhe: Einzelkritik
Fortuna - Karlsruhe: Einzelkritik FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf spielt gegen den Karlsruher SC 1:1 (1:0). So richtig zufrieden geht bei den Flingernern niemand in die zweiwöchige Länderspielpause. Auch nicht Torhüter Michael Rensing, der überragende Mann auf dem Platz. Von Jan Dobrick

Fortuna hatte viel Ballbesitz, der KSC die besseren Chancen. Mit der Punkteteilung sollten also beide Parteien leben können. Dass einige Fortunen trotzdem bedröppelt vom Platz schlichen, zeigt das neue Selbstverständnis. "Es war mehr drin", erklärte Kaan Ayhan: "Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, die Null hinten stehen zu lassen."

Michael Rensing hat seine Hände überall

Das gelang nicht, obwohl Keeper Rensing seine Hände nahezu überall hatte und sich in unserer Einzelkritik die Note 1 verdiente. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hatte gerade erst wieder angepfiffen, als Florian Kamberi das Leder nach einer Ecke mit dem Oberschenkel über die Linie drückte. Innenverteidiger Alexander Madlung machte dabei eine unglückliche Figur, Rensing nicht, war aber machtlos.

 

Kevin Akpoguma ging in die Analyse: "Das war ein richtiges Tohuwabohu beim Ausgleichstreffer. Es ist ärgerlich, dass wir uns immer diese Standard-Gegentreffer einfangen. Nach diesem unnötigen Tor haben wir im Aufbau nicht mehr geduldig genug gespielt", erklärte der 21-Jährige.

Die Fortunen waren zwar dominant, aber nicht gefährlich. "Wir müssen unsere Chancen besser ausnutzen, der letzte Pass war immer ein bisschen zu weit oder zu ungenau", sagte Angreifer Rouwen Hennings, dem gegen den Ex-Verein sein zweites Saisontor gelang. Und das war kurios. Bjarne Thoelke hatte anscheinend die falschen Schuhe angezogen. Jedenfalls spielte der KSC-Verteidiger Hennings den Ball in die Füße, der aus 25 Metern abzog und auch noch Torhüter René Vollath schlecht aussehen ließ.

Madlung droht möglicherweise eine längere Pause

Auf der Gegenseite glänzte Fortuna-Schlussmann Rensing. Zweimal brachte er seinen ehemaligen Mitspieler Erwin "Jimmy" Hoffer zur Weißglut, unter anderem nach 89 Minuten, als der Österreicher zentral zum Abschluss kam. "Ich freue mich ja immer, wenn ich was zu tun kriege. Aber über das Ergebnis kann ich mich nicht freuen", sagte Rensing nach dem Spiel gewohnt sachlich. Trainer Funkel erklärte auf der Pressekonferenz: "Mit unserer Punktausbeute nach acht Spielen bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, mit der Entwicklung der Mannschaft schon. Wir brauchen einfach Zeit – und die nehmen wir uns." 

Übrigens: Abwehrhüne Madlung hat möglicherweise länger als zwei Wochen Pause. Der Innenverteidiger ließ sich kurz vor Schluss zu einem Ellenbogenschlag gegen Franck Kom hinreißen. Steinhaus übersah die Szene. Gut möglich, dass der DFB ermitteln wird.

 
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