| 20.28 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Kevin Akpoguma übernimmt Verantwortung

Porträt: Kevin Akpoguma: Mega-Talent aus Hoffenheim
Porträt: Kevin Akpoguma: Mega-Talent aus Hoffenheim FOTO: Christof Wolff
Maria Alm. Kevin Akpoguma ist erst 21 Jahre alt, und doch hat er schon eine ganze Menge erlebt. Unter dem neuen Trainer ist er aufgeblüht.

Kapitän und unumstrittener Stammspieler der deutschen U20-Nationalmannschaft. Profivertrag beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim – aber ohne Einsatz in dessen erster Mannschaft an Fortuna weiterverliehen. In Düsseldorf mit einer starken Vorbereitung gestartet – dann aber oft gar nicht mehr im Kader. "Ich hatte eine schwere Zeit im Winter", erinnert sich der Innenverteidiger.

Bis Friedhelm Funkel kam. "Er hat mir mein Selbstvertrauen wiedergegeben", sagt Akpoguma. Nicht zuletzt dadurch, dass er ihn von der ungeliebten Rechtsverteidiger-Position zurück in die Zentrale beorderte. An die Seite von Alex Madlung, "der mir in der Luft viel helfen und den ich durch meine Schnelligkeit unterstützen konnte", erklärt der Youngster. "Statt ständig nur auf unsere Fehler hinzuweisen, hat Herr Funkel unsere positiven Fähigkeiten betont. Mir hat er gesagt, dass er die Art mag, wie ich Fußball spiele. Es ist nun mal etwas risikoreicher, wie ich von hinten heraus das Spiel eröffne – da ist es sehr wichtig, das Vertrauen des Trainers zu spüren." 

Kevin Akpoguma in Maria Alm

Dieses äußert sich auch darin, dass Funkel Akpoguma in den Mannschaftsrat setzte. "Ich habe immer versucht, mich einzubringen", berichtet der Pfälzer, "mit anderen Spielern zu reden, zu helfen. Dadurch, dass ich jetzt im Rat bin, hat sich gar nicht viel verändert." Maßgeblich sei für Funkel gewesen, "dass ich weiß, wie die Trainer ticken. Und da jetzt viele junge Leute im Kader sind, könne ich gut vermitteln. Es ist schön, so etwas vom Trainer zu hören." 

Funkel hat sicherlich auch gespürt, dass sich Akpoguma, obwohl seine Ausleihe Ende Juni 2017 ausläuft, voll für Fortuna engagiert. "Ich schätze die Leidenschaft in unserer Mannschaft", betont der Abwehrspieler. "Und es ist Motivation genug, nicht noch einmal eine solche Saison spielen zu wollen. Ich bin beeindruckt von diesem Verein, von seinen Fans und von der Stadt." So sehr, dass er zum Abschluss des Gesprächs sogar eine interessante rhetorische Frage in den Raum stellt: "Wer weiß, ob ich nicht sogar bei Fortuna bleibe?"

(jol)
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