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Fortuna Düsseldorf
Koch: "Es ist nicht die Zeit für große Parolen"

Porträt in Bildern: Das ist Julian Koch
Porträt in Bildern: Das ist Julian Koch FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortunas stellvertretender Kapitän Julian Koch über die Gründe für den missglückten Start, die Arbeit des Trainerteams, die Stimmung in der Mannschaft und den kommenden Gegner Freiburg.

Julian Koch ist erst 24 Jahre alt und neu bei Fortuna. Dennoch ist er bei Trainer Frank Kramer einer der wenigen gesetzten Spieler und wurde von ihm sogar zum Vize-Kapitän ernannt. Nach dem missglückten Start mit nur einem Punkt aus drei Saisonspielen steht für ihn und seine Kollegen am Samstag (13 Uhr) das Heimspiel gegen Freiburg an.

Waren Sie eigentlich selbst überrascht, als Frank Kramer Sie zum Vize-Kapitän ernannte?

Julian Koch Auf jeden Fall. Natürlich hatte ich gehofft, dass ich spiele - aber an eine Kapitänsrolle hatte ich nicht unbedingt gedacht. Ich freue mich sehr über diesen Vertrauensbeweis, spüre keinen Druck.

Wie würden Sie die Stimmung im Team beschreiben?

Koch Sie ist momentan etwas zwiespältig. Klar, wir haben uns den Start alle etwas anders vorgestellt. Aber Unruhe gibt es bei uns nicht.

Wirklich? Nach dem Heidenheim-Spiel las es sich schon so, als Didier Ya Konan sich medial über zu wenige Anspiele beschwerte.

Ya Konan verletzt sich beim Fortuna-Training FOTO: Falk Janning

Koch Ich bin sicher, er hat das nur auf das Heidenheim-Spiel bezogen, nicht generell gemeint. Das wurde nicht richtig wiedergegeben. Es gibt keine Unstimmigkeiten bei uns.

Wo sehen Sie die Gründe dafür, dass der Erfolg bislang ausblieb?

Koch Es ist jetzt ganz sicher nicht die Zeit für große Parolen, es ist die Zeit, hart zu arbeiten. Einen kompletten Fehlstart sehe ich im Übrigen nicht: Wir haben drei Spiele absolviert und nicht gewonnen, okay - aber wenn so etwas mitten in der Saison passiert, kräht kein Hahn danach. Und wir wissen, wo das Problem liegt.

Verraten Sie es uns auch?

Koch Wir haben elf neue Spieler und ein neues Trainerteam. Das ist eine Entwicklung, die dabei in Gang kommt, eine Neu-Strukturierung. Man darf nicht erwarten, dass das alles in fünf Wochen Vorbereitung abgeschlossen ist. Wir wussten, dass es nicht so leicht wird.

Das sind die Marktwerte der Fortuna-Profis FOTO: Falk Janning/Transfermarkt.de

Aber zum Ende der Vorbereitung sah Fortunas Form doch schon gut aus. Warum fehlt nun die Konstanz?

Koch Wenn das so einfach zu beantworten wäre, würden wir durch die Liga marschieren und am Ende aufsteigen. Bei der Niederlage gegen Paderborn haben wir nicht kompakt genug gestanden, den Gegner eingeladen. Das haben wir dann in Heidenheim schon viel besser gemacht, aber dann wird die Partie dadurch entschieden, dass denen eine Flanke abrutscht und ins Tor fliegt.

In jedem Fall schießt Fortuna zu wenig Tore. Kann man da durch Training entgegenwirken?

Koch Man kann versuchen, Konsequenz beim Torabschluss zu trainieren, und das tun wir auch. Letztlich müssen wir das dann jedoch auch auf den Platz zu bringen.

Ausgerechnet jetzt kommt Freiburg. Ein harter Brocken, oder?

Koch Der Sportclub wird in der Abschlusstabelle unter den ersten drei Vereinen stehen. Aber wir spielen zu Hause, und wir brauchen gerade zu Hause Punkte.

Dafür sollte Fortuna aber ihre guten Phasen auf mindestens 80, besser noch 90 Minuten ausdehnen.

Koch Das Trainerteam tut alles dafür. Frank Kramer und Peter Hermann arbeiten detailfokussiert und unterbrechen jede Übung sofort, um uns zu verbessern. Am Ende liegt es aber an uns Spielern, Konstanz hineinzubringen. Auch das ist eine Entwicklungsfrage.

Macht es bei Fortuna noch Spaß?

Koch Ja, sehr viel sogar. Und das nicht nur, weil der Wechsel für mich als Dortmunder wie eine Heimkehr war. Es ist aber zusätzlich ein gutes Gefühl, wenn Familie und Freunde oft ins Stadion kommen können.

BERND JOLITZ FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

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Quelle: RP
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