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Fortuna Düsseldorf
Kramer: "Dürfen Torgefahr nicht nur auf Petersen reduzieren"

Fortuna Düsseldorf: Kramer: "Dürfen Torgefahr nicht nur auf Petersen reduzieren"
Frank Kramer freut sich auf das Spiel gegen Freiburg. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Vor Fortuna Düsseldorfs Duell gegen den SC Freiburg fällt vor allen Dingen ein Name immer wieder: Nils Petersen. Der Stürmer hat in den ersten vier Pflichtspielen für die Breisgauer acht Tore erzielt. Frank Kramer warnt vor Petersen – aber auch vor dessen Teamkollegen. Von Christoffer Kleindienst

Wenn die Fortuna am Samstag (13 Uhr, Live-Ticker) den Kontrahenten aus Freiburg empfängt, werden viele Augen auf Petersen gerichtet sein. Der Stürmer, der bereits beim FC Bayern München und Werder Bremen unter Vertrag stand, erwischte einen Traumstart in die 2. Bundesliga. Drei Mal traf er im Auftaktspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Ein paar Tage später legte er mit dem einzigen Treffer im Spiel gegen 1860 München nach, vier Tore folgten im Pokal gegen den unterklassigen Gegner HSV Barmbek-Uhlenhorst. Nur beim 1:3 gegen den VfL Bochum blieb Petersen ohne Tor.

Eine Überraschung sind die starken Leistungen des Stürmers nicht. Bereits in der höchsten deutschen Spielklasse hatte er nach seinem Wechsel zu den Freiburgern im Winter eine beeindruckende Quote aufzuweisen: In zwölf Spielen traf er neun Mal. Nun scheint er seine persönliche Freiburg-Quote eine Klasse niedriger weiter verbessern zu wollen. "Wir müssen hellwach verteidigen. Er hat sehr gute Laufwege und wenn er dann die Chance hat, hat er eine Wahnsinnsquote. Da müssen alle mitarbeiten. Die Bälle dürfen erst gar nicht durchkommen", so Fortuna-Trainer Kramer über Petersen: "Und wenn etwas bei unserer Abwehr durchkommt, dann müssen wir sofort reagieren. Das ist also eine Arbeit der ganzen Mannschaft."

Allerdings mahnt der Coach auch vor Unachtsamkeiten bei Petersens Kollegen: "Wir dürfen jetzt auch nicht den Fehler machen, dass wir die Torgefahr nur auf Petersen reduzieren. Nach der Art: 'Wenn wir den aufhalten, dann passt das schon'. Sie haben unter anderem auch Mike Frantz oder Maximilian Philipp, die auch sehr gefährlich sind."

Der Respekt vor dem kommenden Gegner ist Kramer sichtlich anzumerken. "Freiburg spielt sehr wuchtig. Sie beschäftigen den Gegner sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Da ist sehr viel Qualität. Und sie sind vollkommen zurecht einer der Aufstiegsapsiranten", sagt Fortunas Cheftrainer, der die Ausfälle der gesperrten Freiburger Marc Torrejon und Mensur Mujdza nicht als Vorteil sieht: "Der Kader an sich ist sehr ausgeglichen besetzt. Deswegen werden sie das auch auffangen können."

Im Gegensatz zum vergangenen Gegner Heidenheim wird das Team von Trainer Christian Streich aber wohl offensiv nach vorne spielen. Ob das ein Vorteil für die zuletzt defensiv agierenden Fortunen sein könnte? "Das werden wir nach dem Spiel wissen. Wenn du viele Bälle erobern kannst, weil der Gegner es zulässt, ist es gut. Wenn das nicht klappt, dann ist das natürlich schlecht", so Kramer nüchtern.

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