| 16.29 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Kramer nach Remis gegen Regionalligisten enttäuscht

Fotos: Fortuna - Wegberg-Beeck
Fotos: Fortuna - Wegberg-Beeck FOTO: Falk Janning
Fortuna Düsseldorf hat das zweite Testspiel der Vorbereitung nicht gewinnen können. Gegen den Regionalligisten FC Wegberg-Beeck kam das Team von Trainer Frank Kramer trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Von Christoffer Kleindienst

Didier Ya Konan erzielte das einzige Fortuna-Tor des Tages. Perfektes Fußballwetter erwartete die Profis von Fortuna am ersten Tag nach dem Trainingslager auf Langeoog. Im Waldstadion des FC Wegberg-Beeck warteten 1000 Zuschauer ungeduldig auf den Zweitligisten, der gleich mit sechs Zugängen ins zweite Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 2015/16 startete.

Die neu formierte Fortuna-Mannschaft zeigte gleich von Minute eins, wer das spielstärkere Team ist: Die Düsseldorfer agierten dominant, der Regionalligist kam nur selten aus der eigenen Hälfte heraus. Allerdings dauerte es auch 13 Minuten, bis die Fortuna zum ersten Torschuss kam. Nach einer guten Flanke Oliver Finks von der linken Seite kam Didier Ya Konan zum Kopfball – sein Versuch ging aber deutlich daneben. Das Bild änderte sich auch in der Folgezeit nicht, die beste Chance verzeichneten die Fortunen in der 18. Minute: Erneut war es eine Flanke von der linken Seite, die den Gastgeber vor Probleme stellte. Unverhofft kam Tugrul Erat an den Ball, der für Michael Liendl auflegte. Der Abschluss des Österreichers mit seinem schwächeren rechten Fuß war aber aus acht Metern kein Problem für den Keeper der Wegberger.

Tor und Pfostenschuss für Ya Konan

In der 27. Minute musste Kramer dann erstmals wechseln. Fink hatte sich bei einem Pressschlag leicht verletzt, er wurde durch Christian Gartner ersetzt. Das Spiel änderte sich allerdings nicht. Sekunden danach leistete sich die Wegberg-Defensive einen Fehler, nach einem Pass von Lukas Schmitz kam der Ball eher zufällig zu Ya Konan, der allein vor dem Torwart problemlos ins lange Eck einschob (28.). Die Fortuna agierte auch nach dem Tor dominant, die Gastgeber fanden einfach nicht den Weg in den Strafraum, auch ein Schuss sprang bis dato nicht heraus. Das Kramer-Team verbuchte weitere gute Chancen, Ya Konan (39.) scheiterte aber am Pfosten. Die Gastgeber wurden kurz vor der Halbzeit an die Wand gespielt, ein weiteres Tor wollte aber nicht herausspringen. Symptomatisch dafür war ein Lattenschuss von Liendl aus 20 Metern (42.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte tauschte Kramer die Elf einmal komplett aus, sowohl Youngster wie Kaan Akca als auch potenzielle Stammspieler wie Axel Bellinghausen und Julian Schauerte kamen zum Zug. Am Spielverlauf änderte sich aber nichts. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff verfehlte Emmanuel Iyoha mit einem Kopfball das Tor nur knapp (46.).

Allerdings merkte man, dass das Spiel ein wenig an individueller Qualität verloren hatte. Es passierte nicht mehr viel, echte Torchancen für die Fortunen waren nun Mangelware. Auf einen Torschuss der Gastgeber warteten die Zuschauer weiterhin vergeblich.

Kramer: "Das war nicht gut"

Für ein Ausrufezeichen sorgte aus dem Nichts Kaan Akca, der nach einer kurzen Ecke mal draufhielt, aus spitzen Winkel aber nur die Latte traf (71.). Für ein kleines Schmankerl sorgte noch die Auswechslung des Wegbergers Thomas Lambertz, die von zahlreichen "Lumpi"-Rufen begleitet wurde.

Knüppeldick kam es dann am Ende für die Fortuna: Maurice Pluntke missglückte ein Rückpass komplett, Enzo Wirtz kam vor Michael Rensing an den Ball, der den Stürmer nur noch mit einem Foul aufhalten konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Johannes Walbaum souverän (87.) und so schafften es die Gastgeber mit nur einem Torschuss, ein Unentschieden zu erkämpfen. 

Fortuna-Coach Kramer zeigte sich nach der Partie unzufrieden mit der Chancenverwertung seines Teams: "Das ist so eigentlich nicht akzeptabel. Natürlich: Der Gegner ist nicht einmal in unserem Strafraum und spielt 1:1. Aber wir hätten schon in der ersten Hälfte 3:0 oder 4:0 führen müssen. Uns hat einfach die nötige Galligkeit, die Ernsthaftigkeit gefehlt. Das war nicht gut."

Auch Rensing ärgerte sich über den Spielstand nach 90 Minuten: "Das Ergebnis stimmt nicht, das ist ärgerlich. Größtenteils haben wir aber gut gespielt. Das Gegentor ist natürlich total unnötig."

 

 
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