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Fortuna Düsseldorf
Kramer wechselt Kapitäne aus: "Wollten offensiver spielen"

Fortuna Düsseldorf: Kramer wechselt Kapitäne aus: "Wollten offensiver spielen"
Frank Kramer wechselte gegen den SV Sandhausen sowohl seinen Kapitän als auch Vize-Mannschaftsführer aus. FOTO: dpa, bt lre
Düsseldorf. Viele Höhepunkte hatte das Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SV Sandhausen wahrlich nicht zu bieten. Da fiel sogar auf, dass Trainer Frank Kramer seine beiden Kapitäne auswechselte. Später relativierten alle Beteiligten die Wechsel.  Von Christoffer Kleindienst

Eigentlich konnten sowohl die Fortuna als auch Sandhausen zusammen in rund 90 Minuten Spielzeit nur drei echte Torchancen aufweisen. Dumm nur für die Gastgeber, dass alle auf das Konto der Gäste gingen. Neben dem Treffer von Ranisav Jovanovic hatten Andrew Wooten und Marco Thiede die Chance auf ein weiteres Tor: Der Deutsch-Amerikaner verzog freistehend vor Michael Rensing knapp, Thiede scheiterte aus 15 Metern am Aluminium. Gut möglich, dass Fortunas Kapitän Haggui den Pfostentreffer der Sandhäuser gar nicht mitbekam – kurz zuvor wurde er von Trainer Kramer ausgewechselt. 

Der offensivere Oliver Fink kam für den Tunesier, rein taktisch war die Maßnahme verständlich. Fortuna hatte mit einem 4-2-3-1-System und drei etatmäßigen Stürmern keine nennenswerte Chance herausspielen können. Ein Formationswechsel, der seine Mannschaft mehr Passstationen im Mittelfeld bieten würde, war daher logisch. 

Überraschend war allerdings die Wahl der ausgewechselten Spieler. In der 63. Minute hatte Kramer bereits seinen Vize-Kapitän Koch aus dem Spiel genommen, 17 Minuten später folgte dann Mannschaftsführer Haggui. Beide Spieler hatten keine gute Partie gezeigt, jedoch konnten ihre direkten Teamkollegen Christian Strohdiek und Lukas Schmitz ebenso wenig überzeugen. Beide spielten jeweils 16 Fehlpässe, das war teamübergreifend der zweitschlechteste Wert, nur Kevin Akpoguma sammelte mehr (19). Zudem leistete sich Strohdiek wieder einen dicken Fauxpas als letzter Mann – allerdings konnte er seinen Fehler dieses Mal selbst wieder ausbügeln.

Einzelkritik: Rensing trotz Fehlgriff nicht der Schlechteste FOTO: Falk Janning

Haggui zeigte sich derweil nach der Partie geradezu ein wenig überrascht, dass dieses Thema überhaupt aufkam. Das wären natürlich Maßnahmen taktischer Natur gewesen, so der Tunesier, er stelle sich selbstverständlich in den Dienst der Mannschaft. Damit traf er den Ton des Trainers. "Bei den Auswechslungen von Julian und Karim wollten wir einfach offensiver spielen", so Kramer nüchtern. Warum er nicht Strohdiek aus der Partie genommen habe? Kramer: "Tucker (Strohdiek, Anm. d. Red.) ist einfach bei den Standards gefährlicher."

Dem Coach war dennoch anzumerken, dass er die Brisanz dieser Personalien nicht verkannte. Ausführlicher sprach er da schon über die Entscheidung, Didier Ya Konan nicht von Anfang an spielen zu lassen. "Wir kommen aus der englischen Woche. Didi kommt ja auch aus einer langen Pause. Deswegen haben wir diese Entscheidung getroffen", so der Coach. 

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