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Fortuna Düsseldorf
Sobiech ist ein Kandidat für Fortuna

Lasse Sobiech ist ein Kandidat für Fortuna Düsseldorf
Lasse Sobiech klärt hier im Trikot des FC St. Pauli vor dem Nürnberger Peniel Mlapa. FOTO: dpa
Düsseldorf. Lasse Sobiech steht noch bis 2016 beim Hamburger SV unter Vertrag, doch die Hanseaten planen nicht mehr mit ihm. Fortuna-Trainer Frank Kramer und Manager Rachid Azzouzi schätzen ihn. Auch Werder Bremen hat ihn beobachtet. Von Thomas Schulze

Die Abwehr war in der vergangenen Saison die Achillesferse der Fortuna. Die Verteidigung wackelte von Saisonbeginn an dermaßen, dass höhere Ambitionen unrealistisch erschienen. Am Ende hatten die Düsseldorfer in den 34 Spielen 52 Gegentore geschluckt - nur Bochum (55) und Frankfurt (53) waren noch schlechter. In Bruno Soares, Dustin Bomheuer und Jonathan Tah haben drei Innenverteidiger den Verein verlassen. Bislang haben die Rot-Weißen dafür erst den Paderborner Christian Strohdiek und das Talent Kevin Akpoguma verpflichtet. Dass die Planungen im Abwehrbereich noch nicht abgeschlossen sind, steht außer Frage.

Fortunas Sommerzugänge 2015 FOTO: Christof Wolff

Möglicherweise ist die Fortuna auf ihrer Suche bereits fündig geworden. Lasse Sobiech scheint jedenfalls ein ernsthafter Kandidat zu sein. Der 24 Jahre alte Innenverteidiger des Hamburger SV, der zuletzt an den FC St. Pauli ausgeliehen war und maßgeblich zum Klassenerhalt beitrug, steht bei dem Bundesliga-Dino aber noch bis 2016 unter Vertrag. Das aber muss kein unüberwindbares Hindernis sein, denn der HSV signalisiert Bereitschaft, ihn abzugeben.

Dem Anforderungsprofil der Fortuna entspricht Sobiech. Er ist gut ausgebildet, hat in der U18-, U19- und U21-Nationalmannschaft gespielt. Der Durchbruch in der Bundesliga ist ihm allerdings verwehrt geblieben - sowohl bei Borussia Dortmund, als auch beim HSV, der ihn 2013 für 1,2 Millionen Euro vom BVB kaufte.

Fortuna stellt Sportdirektor Azzouzi vor FOTO: Falk Janning

Fortunas Trainer Frank Kramer und Manager Rachid Azzouzi kennen Lasse Sobiech, denn die Dortmunder liehen den 1,96 Meter langen Abwehrrecken zunächst an die Greuther Fürth, dann an den FC St. Pauli aus. Der Kiez-Klub lieh ihn dann in der vergangenen Saison auch vom HSV aus. Das war durchaus lohnenswert, denn der Kopfballspezialist trug mit vier wichtigen Treffern zum Klassenerhalt bei und überzeugte durch seine Einstellung.

Sportlich also durchaus qualifiziert ist Lasse Sobiech aber alles andere als ein Schnäppchen. Sein Jahresgehalt an der Waterkant liegt bei 600 000 Euro und würde damit das Gehaltsgefüge bei Fortuna sprengen. Allerdings kommt es nicht nur auf das Salär des Spielers an, sondern auch auf die Ablösesumme - also das Gesamtpaket.

Werder Bremen könnte sich diesen Transfer leisten. Die beiden Direktoren Rouven Schröder und Thomas Eichin waren von der Weser an die Elbe gefahren und haben Sobiech beobachtet. Ihr Interesse ist aber bislang folgenlos geblieben.

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Lasse Sobiech will endlich spielen und bei einem Verein heimisch werden. Werder kann ihm das nicht garantieren, auch dort könnte er nur zweite Wahl sein. Das ist nur ein Pfund, mit dem Fortuna wuchern kann. Neben Kramer und Azzouzi gibt es ein weiteres: Auch Julian Koch kommt. Die beiden verbindet eine lange gemeinsame Zeit. Beide sind 24 Jahre alt und in Schwerte geboren, beide haben in der Jugend beim BVB und zuletzt ausgeliehen beim FC St. Pauli gespielt. Der Sechser Koch kommt von Mainz 05, ihn hat Fortuna bereits verpflichtet.

Quelle: RP
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