| 14.03 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Luthe, Latte, Luthe, Latte, Luthe – Tor

Fortuna Düsseldorf: Luthe, Latte, Luthe, Latte, Luthe – Tor
Andreas Luthe (Mitte) zeigte eine ganz starke Leistung. FOTO: dpa, jgu hpl
Düsseldorf. 21 Mal versuchte Fortuna Düsseldorf im Spiel beim VfL Bochum Keeper Andreas Luthe zu überwinden. Allein zehn Mal schossen die Gäste innerhalb des Strafraums auf das gegnerische Tor. Was sprang dabei heraus? Ein Tor – in der 92. Minute. Luthe war der beste Mann auf dem Platz.  Von Christoffer Kleindienst

Wenn nach einer Fußballpartie der Keeper in aller Munde ist, muss irgendetwas schrecklich schief oder extrem gut gelaufen sein. Bei Andreas Luthe war Letzteres der Fall, der Schlussmann von Zweitliga-Spitzenreiter Bochum war der Spieler des Spiels – trotz des Gegentreffers, den er kurz vor Schluss noch hinnehmen musste.

"Ich bin froh, dass wir den VfL Luthe heute überwinden und ihm einen Punkt abtrotzen konnten. Wir haben immer weiter gemacht, obwohl er einfach alles gehalten hat", sagte Axel Bellinghausen nach der Partie. Grund genug, um nochmal auf die größten Chancen der Düsseldorfer zu schauen. Dabei wird offenbart: Die Gäste scheiterten auch am eigenen Unvermögen. 

Van Duinen erzielt das 1:1 gegen Bochum in der Nachspielzeit FOTO: Falk Janning
  • Didier Ya Konan (11. Minute)

Sercan Sararer hatte kurz zuvor die ersten Chance für die Fortuna zu verzeichnen, dann setzte der Deutsch-Türke nach einer zu kurzen Abwehr der Bochumer Defensive seinen Teamkollegen Ya Konan mustergültig in Szene: Der Stürmer stand frei vor Luthe, er verzog aber um ein ganzes Stück. Bei all der Erfahrung und Qualität, die der Ivorer mitbringt: das muss er besser machen. 

  • Julian Koch (12. Minute)
VfL Bochum - Fortuna FOTO: dpa, jgu hpl

Keine 60 Sekunden später machten die Fortunen hingegen vieles besser: Kerem Demirbays Ecke fand den heranstürmenden Julian Koch, der einen wuchtigen Kopfball auf das Gastgeber-Tor brachte. Luthe reagierte allerdings prächtig und vereitelte die Chance. Eine starke Szene aller Beteiligten. 

  • Kerem Demirbay (18. Minute)

Und weiter ging die wilde Fahrt: Demirbay versuchte es mit einem strammen Freistoß auf die Torwartecke aus 25 Metern. Luthe war geschlagen, das Spielgerät knallte aber an die Latte. In dieser Situation hatten die Fortunen einfach nicht das nötige Glück. Trotz der Ineffizienz sollte Lukas Schmitz später über diese Anfangsphase zurecht sagen: "Die ersten zwanzig Minuten waren wohl die besten zwanzig Minuten dieser Saison."

  • Ihlas Bebou (59. Minute)

In der zweiten Halbzeit tauchte dann die Fortuna wieder zwingend vor dem gegnerischen Tor auf. Einen etwas zu kurzen Pass von Koch konnte Julian Schauerte noch verwerten, seine Hereingabe in der Mitte fand Ihlas Bebou. Dessen Schuss ging gegen die Laufrichtung von Luthe, der 1,95 Meter große Schlussmann wehrte den Versuch aber mit der linken Hand ab. Kein Vorwuf an Youngster Bebou, der Schauertes Pass gut verwertete. 

  • Lukas Schmitz (70. Minute)

Besser hätte es aber eigentlich Lukas Schmitz machen müssen, der nach einem feinen Dribbling Sararers und der Ablage von Ya Konan aus elf Metern vollkommen frei zum Schuss kam. Sein Vollspannschuss war aber viel zu unplatziert, Luthe war auf dem Posten. Das hätte das 1:1 sein müssen. 

  • Mathis Bolly (81. Minute)

Dem eingewechselten Mathis Bolly muss man zugutehalten, dass er seine Chance fast selbst kreierte. Sararer spielte ihn an, der Ivorer tanzte gekonnt seinen Gegenspieler aus. Den Schuss aus der Drehung traf er satt, Luthe war auch geschlagen – das Spielgerät ging aber gegen das Alluminium. Pech für die Fortuna. 

  • Mike van Duinen (82. Minute)

Wahrscheinlich der größte Aufreger hinsichtlich der Chancenverwertung: Der ebenfalls eingewechselte Mike van Duinen profitierte von einem guten Zweikampfverhalten Joel Pohjanpalos. Der Niederländer bekam den Ball und wollte ihn ganz offenbar auch nicht mehr hergeben. Anstatt den durchstartenden Bolly zu bedienen, machte er es alleine. Und somit war er ein weiterer Spieler an diesem Freitagabend, der an Luthe scheiterte. In dieser Szene agierte van Duinen zu egoistisch, der Pass auf Bolly wäre deutlich cleverer gewesen. Immerhin: Zehn Minuten später erzielte der Stürmer das viel umjubelte Ausgleichstor.

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