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Fortuna Düsseldorf
Mit viel Wasser durch die Hitzewelle

Fortuna Düsseldorf: Mit viel Wasser durch die Hitzewelle
Viel und regelmäßig trinken - das ist in diesen Tagen für Fortunas Adam Bodzek und seine Teamkollegen ein wichtiger Trainingsinhalt. FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Der Fortuna stehen heiße Tage bevor, denn die Sonne scheint unerbittlich auf die Rasenplätze an der Arena. Trainer Frank Kramer trägt der Situation beim Zweitligisten Rechnung und passt das Training in Inhalt und Form an. Von Matthias Goergens und Thomas Schulze

Das erste schweißtreibendere Training dieser Woche beendete Fortuna-Trainer Frank Kramer eine halbe Stunde früher als üblich. Schon um 11.15 Uhr schickte Kramer gestern seine Zweitliga-Fußballer zum Auslaufen, das mancher sogar barfuß auf dem noch sattgrünen Rasenteppich an der Arena hinter sich brachte. Einige Dehnübungen noch, und dann ging es in den kühlen Schatten der Sonnenschirme auf dem Vorplatz der Kabinen.

Gestern Nachmittag begann die Einheit eine halbe Stunde später, um nicht mehr allzu viel von der Mittagshitze zu spüren. Allerdings war der gestrige Dienstag nur ein Vorgeschmack auf das, was die Düsseldorfer Fußballprofis an schweißtreibender Arbeit in diesen Tagen erwartet. Denn in den nächsten Tagen soll sich das Wetter durchweg sonnig zeigen, und es wird täglich wärmer. Die Temperaturen steigen in Düsseldorf laut Prognosen heute auf über 30 Grad, am Samstag sollen sogar 38 Grad erreicht werden. Wohl dem, der da im Garten oder im Freibad liegen und faulenzen kann.

Darf man bei solchen Temperaturen überhaupt Sport treiben? Wird da womöglich die Gesundheit gefährdet? "Nein", sagt Prof. Rüdiger Beer von der Universität Hamburg. "Wer regelmäßig Sport treibt, ist am besten gegen die Hitze geschützt. Der Körper kann sich besser an die äußeren Bedingungen anpassen." Schlimmer sei sogar jeder dran, der das Training ausfallen lasse. Denn dann gehe Fitness verloren.

Die Fortuna wird daher die Saisonvorbereitung in diesen Tagen natürlich nicht unterbrechen, wohl aber den Gegebenheiten anpassen. Trainer Frank Kramer hat sich längst Gedanken gemacht. "Wir werden natürlich mehr Trinkpausen machen", sagt er. Drei bis sechs Liter sollen seine Schützlinge trinken. "Der eine schwitzt mehr, der andere weniger. Wichtig ist, dass der Wasserhaushalt ausgeglichen wird. Da ist aber auch die Eigenverantwortung der Spieler gefragt, da muss jeder auf sich und seinen Körper achten. Nur trinken, wenn man Durst hat - das ist zu wenig, das reicht nicht."

Im Schatten der Auswechselbänke des Trainingsplatzes stehen daher gefüllte Flaschen und Kühlkisten bereit. Bei den Trainingseinheiten gibt es nicht nur Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, sondern auch isotonische Getränke, die den Elektrolyt-Haushalt im Körper ausgleichen. Doch dabei belässt es das Trainerteam nicht. So wird die Mannschaft gemeinsam zu Mittag essen. "Wir stellen das Essen, damit die Speicher richtig aufgefüllt werden", sagt Frank Kramer. Vor allem Reis, Gemüse und leichtes Fleisch stehen auf dem Speiseplan.

Der Cheftrainer und seine Kollegen achten außerdem während des Trainings darauf, dass sich die Spieler nicht übernehmen. Deshalb sind die Pausen zwischen den einzelnen Übungen etwas länger als üblich. Aber nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des Rasens sorgt er für längere Ruhephasen. "In der Mittagspause gehen wir gemeinsam ins Hotel. Da sollen die Spieler zur Ruhe kommen." Auch deshalb hat er das Nachmittagstraining zeitlich etwas nach hinten verschoben - von 16 Uhr auf 16.30 Uhr. "Nicht nur, weil es dann kühler ist, sondern auch um die Regenerationsphase zu verlängern", sagt der Fußballlehrer.

Damit kann also keiner auf die Idee kommen, in der Vorbereitung auf die neue Saison nachzulassen. Nur weil es mal etwas heißer ist als sonst. Dafür sorgt Frank Kramer schon: "Die Einheiten sind zwar kürzer in diesen Tagen, aber es ändert sich nichts an der Intensität."

Quelle: RP
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