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Fortuna Düsseldorf
Fink mahnt: Wir sind noch nicht durch

Das ist Oliver Fink
Das ist Oliver Fink FOTO: dpa, Daniel Karmann
Düsseldorf. Fortuna will den Klassenerhalt unbedingt aus eigener Kraft perfekt machen. Deshalb liegt der Fokus nur noch auf dem Spiel am Sonntag in Braunschweig – die Planungen für die neue Saison stehen ein paar Tage zurück. Von Bernd Jolitz

Am Mittwoch durfte bei Fortuna kurz in die Zukunft geblickt werden. Joel Pohjanpalo machte seinen - ohnehin seit langem feststehenden - Abschied Richtung Leverkusen öffentlich, der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer setzte sich mit der sportlichen Leitung in Sachen Personalplanung zusammen, Trainer Friedhelm Funkels weitere Zukunft in Düsseldorf nahm Formen an.

Seit gestern jedoch rücken die Weichenstellungen für die kommende Saison, so wichtig sie auch sind, wieder in den Hintergrund: Das Trainergespann Funkel und Peter Hermann hat gemeinsam mit Sportdirektor Rachid Azzouzi vollste Konzentration auf den letzten Schritt zum Klassenerhalt verordnet. Denn den will Fortuna am Sonntag (15.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig unbedingt selbst tun, sich keinesfalls auf die Schützenhilfe von Leipzigern (beim MSV Duisburg) und Münchnern (beim FSV Frankfurt) verlassen.

Äußeres Zeichen dieser Fokussierung ist der Trainingsplan. Bis Mittwoch stand darauf lediglich die eine nicht öffentliche Einheit, die es unter Funkel vor jeder Ligapartie gibt. Gestern jedoch schloss Fortuna noch für eine zweite Einheit die Zuschauer aus - sowohl gestern als auch heute blieben die Profis somit unter sich. Nachvollziehbar, sollen sie doch bis zum Abschluss des Braunschweig-Spiels nicht durch zukunftsgerichtete Interviews von ihrem wichtigsten Job abgelenkt werden.

Bei Oliver Fink besteht diese Gefahr ohnehin nicht. Zwar läuft auch der Vertrag des 33-Jährigen Ende Juni aus, doch ist er bereits seit Wochen in Gesprächen mit dem Verein über eine Verlängerung. Zudem ist sich der Mittelfeldspieler vollauf der Tatsache bewusst, dass Fortuna noch nichts erreicht hat. "Natürlich ist die Ausgangslage viel angenehmer als vor dem Spiel gegen Frankfurt. Jetzt ist nicht mehr ganz so viel Druck auf dem Kessel", sagt Fink. "Jetzt schon loszufeiern, wäre dennoch das Falscheste. Fußball ist manchmal verrückt, deshalb müssen wir aufpassen."

Aber kann Fußball wirklich so verrückt sein? Dass der MSV Duisburg ohne seinen verletzten besten Spieler Victor Obinna nicht nur Aufsteiger Leipzig schlägt, sondern dabei auch noch sechs Tore auf Fortuna gutmacht, die folglich deutlich in Braunschweig verlieren müsste? Äußerst unwahrscheinlich, und doch bringt die Lage Oliver Fink dazu, ein paar Gedanken an die Vergangenheit zu verschwenden. "Jetzt können wir uns schon ärgern über so manchen Punkt, den wir unterwegs liegengelassen haben", gibt der Oberpfälzer zu. "Dann gilt es jetzt eben in Braunschweig. Wenn wir ein Tor schießen, ist das die halbe Miete. Wir müssen nur auf uns gucken, dürfen nicht auf andere schauen." Und wenn das alles gelingt, steht auch schon der Plan für Sonntagabend: "Wir werden sicherlich nicht auf die Saison anstoßen, aber hoffentlich auf einen ordentlichen Abschluss."

Ein solcher ist auch Julian Koch sehr wichtig. Nach einem verkorksten Jahr und etlichen Spielen auf der Bank durfte er gegen Frankfurt mal wieder ran und kündigt an: "Jetzt wird seriös gearbeitet, damit wir einen Schlussstrich unter die Saison ziehen können. Paderborn ist weg, Frankfurt für uns auch, der MSV hat noch eine kleine Chance, uns abzufangen - das werden wir verhindern." Die Fans werden ihn und seine Kollegen beim Wort nehmen.

Quelle: RP
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