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| 18.51 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Streich: "Düsseldorf war uns überlegen"

Einzelkritik: Bodzek ganz schwach, Sararer drückt seine gute Note
Einzelkritik: Bodzek ganz schwach, Sararer drückt seine gute Note FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf wartet weiterhin auf einen Sieg in der 2. Bundesliga in der Saison 15/16. Bei der 1:2 (1:2)-Niederlage gegen den SC Freiburg zeigte das Team aber in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung. Selbst Freiburg-Trainer Christian Streich war voll des Lobes. Enttäuscht waren die Fortunen natürlich dennoch. Von Christoffer Kleindienst

Das Team von Trainer Frank Kramer überrollte schwächelnde Freiburger in der zweiten Halbzeit geradezu. Doch ein Tor durften die Düsseldorfer nach der Pause dennoch nicht bejubeln. Dabei hatten sie so gute Chancen: Sei es Julian Schauerte, der aus vier Metern sich nicht entscheiden konnte, ob er nun schießen oder ablegen sollte. Oder Didier Ya Konan, dessen Vollspannschuss, in dem offenbar viel Wut steckte, aus elf Metern nur an die Latte ging. Beispiele dieser Art gab es gegen Freiburg in Hülle und Fülle, Sercan Sararers gehaltener Elfmeter bildet nur die Spitze des Eisberges. 

 

Die Fortunen zeigten sich nach der Partie enttäuscht – und selbstkritisch: "Wir brauchen nach einem solchen Spiel keinen Schuldigen zu suchen. Wir haben ein gutes Heimspiel gezeigt und alles reingeworfen, was wir haben. Aber momentan will es uns einfach nicht gelingen, drei Punkte einzufahren. Wir spielen uns viele Chancen heraus – das ist zwar wichtig, aber nun muss auch der nächste Schritt folgen", sagte Axel Bellinghausen. Teamkollege Mike van Duinen schlug mit seiner Aussage in dieselbe Kerbe: "Der erste Schritt ist, sich viele Möglichkeiten zu erarbeiten. Das machen wir gut, aber wir müssen nun auch dahin kommen, diese zu verwerten."

Sararer holt Elfmeter heraus - und scheitert kläglich FOTO: dpa, gki fpt

Karim Haggui haderte hingegen mit der Effizienz des Gegners. "Unsere Gegentore kriegen wir wie aus dem Nichts. Das ist nicht zu fassen. Dass wir nach einer sehr guten zweiten Halbzeit mit leeren Händen dastehen, ist sehr bitter", so der Tunesier. Lukas Schmitz war ebenso ratlos: "Eigentlich ist ein solches Spiel unerklärlich. Wir haben nicht viel zugelassen und bekommen trotzdem zwei Gegentreffer. Vorne hingegen wollen die Dinger einfach nicht rein. Sicherlich ist es unglücklich, wenn man zweimal die Latte trifft, alles in allem müssen wir uns aber bei so vielen vergebenen Chancen an die eigene Nase fassen."

Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass die Gäste in der ersten Halbzeit ihr Können zeigten und die Fortuna immer wieder vor Probleme stellten. "In der ersten Halbzeit war unsere Leistung in Ordnung. Wir haben wenig zugelassen und waren im Umschaltspiel sehr gefährlich. Deshalb lagen wir zur Pause nicht unverdient in Führung", so Freiburg-Coach Christian Streich, der aber offen zugab. "Für 90 Minuten hat uns heute die Athletik und die Power gefehlt – Düsseldorf hatte sie. Wir hatten dem wenig entgegen zu setzen. Die Fortuna hat alles gegeben. Ich muss für die Wucht, mit der sie kamen, ein großes Kompliment aussprechen. Düsseldorf war uns überlegen, solche Spiele gewinnt man nicht oft. Wir haben einen sehr glücklichen Sieg eingefahren."

Sein Gegenüber, Fortuna-Coach Kramer, sah es ähnlich: "Schon im ersten Durchgang waren wir auf Augenhöhe, nach der Pause haben wir den Gegner überrollt, leider jedoch nicht den Ertrag angepasst. Das tut weh, gibt aber trotzdem Mut. Wenn wir immer so auftreten wie heute, werden wir das Glück erzwingen." Derweil beeindruckte ihn vor allem der Rückhalt der Fans. "Man sieht an der Reaktion der Fans, dass wir für unsere Leistung viel Zuspruch bekommen haben. Das finde ich beeindruckend. Als Mannschaft würden wir uns dennoch lieber nach Siegen feiern lassen." In gut einer Woche hat sein Team die nächste Möglichkeit, das in die Tat umzusetzen.

 
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