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Fortuna Düsseldorf
Trainer Kramer kann seine erfolgreiche Elf erneut aufbieten

Abschlusstraining vor Duell in Bochum
Abschlusstraining vor Duell in Bochum FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Wenn Frank Kramer über den VfL Bochum spricht, dann liegt viel Anerkennung in seinen Worten. Fast klingt es sogar so, als sehe Fortunas Trainer in den Blau-Weißen ein Vorbild. Von Bernd Jolitz

"Bochum macht das schon sehr gut", erklärt der 43-Jährige. "Der VfL hat eine geschlossene Mannschaft. Mein Kollege Gertjan Verbeek konnte an allen bisherigen sechs Spieltagen die gleiche Startelf aufbieten. Es liegt auf der Hand, dass wir mit unserem holprigen Saisonstart und unserem personellen Umbruch noch nicht so gefestigt und eingespielt sein können wie die Bochumer."

Eingespielt vielleicht nicht – doch dafür darf Kramer am Freitagabend (18.30 Uhr/Live-Ticker) endlich einmal im personellen Überfluss leben. "Bislang war es ja so, dass wir maximal an ein, zwei Stellen überlegen mussten, welchen Spieler wir in den 18er-Kader nehmen sollen", berichtet der Coach. "Diesmal sind wirklich mit Ausnahme unserer Langzeitverletzten Christopher Avevor und Sergio da Silva Pinto alle am Start. Da gibt es natürlich einige Härtefälle, die nicht nominiert werden. Aber die müssen dennoch dranbleiben, denn auf lange Strecke brauchen wir sie alle."

Beim 3:0 gegen 1860 München setzte Kramer schon einmal ein Signal in diese Richtung, indem er Oliver Fink in der Schlussviertelstunde zu seinem ersten Saisoneinsatz kommen ließ. Eine bloße Geste oder der Beweis, dass der Routinier wieder Anschluss gefunden hat? "Auch Gesten muss man sich verdienen", betont Kramer, "und Olli hat sie sich verdient. Er gibt der Mannschaft sehr viel, ist auf etlichen Positionen variabel einsetzbar." Für die Startelf in Bochum kommt er dennoch kaum in Frage, da Kramer sicher die Chance nutzen wird, seine siegreiche Elf vom München-Spiel erneut aufzubieten.

Das bedeutet, dass auch der wiedergenesene Mathis Bolly zunächst auf der Bank Platz nehmen wird. Der ivorische National-Angreifer ist zwar ebenso wieder fit wie Linksverteidiger Axel Bellinghausen, hat aber eine längere Trainingspause zu verarbeiten als dieser. "Mit ein bisschen Schmerzen muss man als Zweitliga-Profi umgehen können", sagt der Trainer dazu. "Und Axel kann das ganz sicher."

Gespannt darf man sein, ob Kerem Demirbay an seine starke zweite Hälfte vom vergangenen Sonntag anknüpfen kann. Von seiner Spielgestaltung hängt entscheidend ab, ob Fortuna heute beim ungeschlagenen Spitzenreiter bestehen kann.

Quelle: RP
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