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Fortuna Düsseldorf
Trotz Führung: Fortuna verliert erstes Heimspiel der Saison

Fortuna - SC Paderborn
Fortuna - SC Paderborn FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf muss weiter auf einen Sieg in der neuen Saison 2015/16 warten. Gegen den SC Paderborn verlor das Team trotz einer frühen Führung 1:2 (1:0). Von Christoffer Kleindienst

Vor ein paar Monaten ging bei der Fortuna die Angst um, dass die schwache Rückrunde in der Saison 14/15 ihre Spuren hinterlassen könnte. Von einem Einbruch der Dauerkarten von bis zu 50 Prozent war die Rede. Spätestens am Sonntagmittag war allerdings klar: Die schlechten Leistungen der vergangenen Spielzeit sind vorerst vergessen. 30.400 Zuschauer fanden den Weg in die Esprit-Arena, um die Fortuna im ersten Heimspiel der neuen Saison gegen den SC Paderborn zu unterstützen. 

Trainer Frank Kramer versuchte es gegen den Bundesliga-Absteiger mit derselben Elf, die gegen Union Berlin vor exakt einer Woche ein verdientes Remis erkämpft hatte. "Das Unentschieden ist nur ein Erfolg, wenn wir jetzt auch einen Dreier einfahren", hatte Kramer bereits vorab gemahnt. Das Team wandelte seine Worte auf dem Platz zunächst in Taten um. 

 

Es dauerte keine zwei Minuten, bis die Fortuna erstmals richtig gefährlich vor das gegnerische Tor kam: Lukas Schmitz schickte Didier Ya Konan, der wieder den Linksverteidiger auf der Außenbahn fand. Die scharfe Hereingabe nahm Mathis Bolly im Fünfmeterraum dankend an und ließ Keeper Lukas Kruse keine Chance - 1:0. 

Und so ging es erstmal weiter. Ein strammer Schuss von Schmitz aus der zweiten Reihe wurde zur Ecke abgefälscht (7.), der darauffolgende Standard wurde dann fast von einem Paderborner ins Tor gelenkt (8). Es war allerdings kein Spiel auf ein Tor, die Gäste kamen in Person von Mahir Saglik auch zu einer Chance. Sein Freistoß aus 25 Metern ging knapp neben das Gehäuse (5.).

Die Düsseldorfer wirkten aber dennoch gefährlicher. Beispiele gab es genügend: Joel Pohjanpalo verpasste alleine vor Kruse nur um Zentimeter einen guten Steilpass von Michael Liendl (15.), nur Sekunden später spielte Sercan Sararer Schmitz frei - Bolly trat aber aus zehn Metern bei dessen Hereingabe über den Ball.

Fortuna dominierte also die Partie, einzig Kevin Akpoguma hatte bis dahin nichts zu lachen. Der Youngster wirkte nervös, ihm unterliefen einige Fehler. Kramer schickte bereits Mitte der ersten Halbzeit dessen Konkurrenten Julian Schauerte zum Warmmachen. 

Die Gäste konnten sich mit der Zeit etwas befreien, die nächste gute Chancen hatte dennoch die Fortuna: Einen Befreiungsschlag von Christian Strohdiek leitete Sararer sehenswert weiter, Liendl fand den durchstartenden Ya Konan - dessen Lupfer ging zwar über Kruse, aber auch rund einen Meter neben das Tor (27.). Sechs Minuten später kamen aber auch die Gäste zu ihrer besten Chance. Idir Ouali narrte Akpoguma, scheiterte aber mit seinem Schuss aus spitzem Winkel an Rensing. Vor der Halbzeit verlor das Spiel dann ein wenig an Tempo, die beiden Teams agierten auf Augenhöhe. Die Gäste hatten zwar immer wieder gute Standardistuationen, Tormöglichkeiten sprangen dabei aber nicht heraus. 

Personell unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Der Anblick war aber ein anderer. Nach einem Ballverlust Bollys in der Vorwärtsbewegung spielte es Paderborn schnell aus, Nick Proschwitz scheiterte aber freistehend vor Rensing, der stark reagierte (47.). Wenig später machte der Angreifer es besser: Nach einer Flanke stand er zwischen Haggui und Akpoguma frei und traf zum 1:1 (51.).

Die Fortuna hatte nun völlig den Faden verloren. Nach vorne ging fast gar nichts mehr und Paderborn kam immer wieder zu Chancen. Nach einer Ecke musste Rensing mit einer weiteren guten Aktion einen Kopfball von Proschwitz entschärfen (56.). In der 60. Minute zeigte immerhin Bolly nochmal all seine technische Raffinesse: Mit der Sohle nahm er den Ball an seinem verdutzten Gegenspieler vorbei mit, aber auch er scheiterte am Keeper. 

Viel passierte in der Folgezeit erstmal nicht, bis zur 72. Minute: Die Paderborner dribbelten sich in Unterzahl durch eine völlig indisponierte Fortuna-Verteidigung. Am Ende stand Marcel Ndjeng goldrichtig, er musste nur noch aus zehn Metern freistehend zum 1:2 aus Fortuna-Sicht einschieben. Die Gäste zogen sich danach zurück, Fortuna drückte vehement auf den Ausgleich. 

Die beste Chance hatte Sararer, der nach einer von vielen Flanken mit seinem Volleyschuss Keeper Kruse nicht überwinden konnte (88.). Es war die letzte Tormöglichkeit der Fortunen, die damit die erste Niederlage der Saison hinnehmen mussten. 

 
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