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Fortuna Düsseldorf
Und morgen in Gondenbrett

Das ist der Kader von Fortuna Düsseldorf
Das ist der Kader von Fortuna Düsseldorf FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Trainer Frank Kramer beschönigt nichts. Mit den Leistungen in Wegberg-Beeck und Haltern war er nicht zufrieden. Bis zum Saisonstart am 26. Juli hat er noch viel Arbeit. Nächster Test: Morgen gegen den FSV Salmrohr. Von Thomas Schulze

Drei Testspiele hat Fortuna absolviert, zwei gewonnen, einmal unentschieden gespielt, 13:2 Tore erzielt. Doch Trainer Frank Kramer war mit dem, was seine Mannschaft gezeigt hat, in keiner Begegnung richtig zufrieden. Seine Kritik zielte in allen drei Spielen vor allem auf die mangelnde Chancenverwertung, die ihre Ursache in einer fehlenden Galligkeit hatte.

Nach dem 9:0 gegen den Bezirksligisten Langeoog sagte Kramer, die Mannschaft habe das ein oder andere Tor mehr erzielen müssen. Nach dem 1:1 beim Regionalliga-Aufsteiger Wegberg-Beeck nannte er das Resultat "inakzeptabel". Das habe auch nichts mit Müdigkeit zu tun, sondern mit der fehlenden Willenskraft, die Situation vor dem gegnerischen Tor zu Ende zu bringen. Und nach dem 3:1 gegen den Landesligisten TuS Haltern sagte der Coach: "Ich bin nicht zufrieden. Wir müssen gegen diesen Gegner mehr Tore machen."

All das gilt der Charakterschulung. Sie ist ebenso wichtig wie Kondition und taktische Schulung, denn um zum Erfolg zu gelangen, bedarf es eines unbändigen Siegeswillens. Dass Kramer gerade in diesem Bereich in der vergangenen Rückrunde große Defizite ausgemacht hat, kann niemanden verwundern. Zu oft hat sich die Mannschaft gehen lassen und willenlos ergeben. Deshalb ist es verständlich, dass er ein besonderes Augenmerk darauf legt.

Didier Ya Konan war da noch nicht dabei. Der 31 Jahre alte Torjäger ist erst vor acht Tagen zur Mannschaft gestoßen und hat in jedem der beiden absolvierten Spiele sein Tor gemacht. "Wer die Tore macht, ist egal", sagt er natürlich. "Entscheidend ist, dass wir gewinnen. Ein Tor und drei Punkte ist wichtiger als fünf Tore und null Punkte." Sein indirekter Hinweis, dass eine stabile Abwehr ebenso wichtig ist, ist natürlich berechtigt. Doch ist dieser Mannschaftsteil bislang weniger gefordert worden; das wird gegen stärkere Gegner geschehen.

Christian Strohdiek zeigt Verständnis für Kramers Kritik. "Natürlich hätten wir ein paar Tore mehr machen können, denn wir hatten Chancen genug", sagt der aus Paderborn gekommene Innenverteidiger. "Da müssen wir einfach noch zielstrebiger werden und uns durch einen erfolgreichen Abschluss noch mehr Sicherheit holen. Aber bei all dem müssen wir positiv bleiben."

Das will Kramer auch, aber dazu bedarf es Erfolgserlebnisse. Das nächste ermöglicht er der Mannschaft morgen in Gondenbrett. In dem 450 Einwohner zählenden Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm trifft die Fortuna auf den ehemaligen Zweitligisten FSV Salmrohr, der inzwischen in der Oberliga spielt. Es ist das Jubiläumsspiel anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Mehlentaler SV.

Das XXL-Poster der Fortuna vor dem Start in die Saison 2015/16 liegt der RP am 21. Juli bei.

Quelle: RP
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