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Fortuna Düsseldorf
Uwe Klein als Fortuna-Scout im Gespräch

Uwe Klein als Trainer von Fortuna Düsseldorf im Gespräch
Der ehemalige Co-Trainer Uwe Klein könnte als Scout zur Fortuna zurückkehren. FOTO: rpo, Falk Janning
Düsseldorf. Der Spielerkader soll jünger werden – im Umfeld des Teams setzt der Zweitligist auf Identifikation durch frühere Verdienste. Jens Langeneke und Robert Palikuca gewinnen an Bedeutung, Uwe Klein soll die Sichtung verbessern. Von Bernd Jolitz

Ein Schlüsselwort, das man in diesen Tagen in Zusammenhang mit Fortuna immer wieder hört, ist Identifikation. In erster Linie gilt es natürlich für die Mannschaft, da der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer seit seinem Amtsantritt Ende März festgestellt hat: "Ich habe sehr viele Gespräche mit etlichen Personen geführt, aber ein Vorwurf kam immer wieder: Es fehle an Identifikationsfiguren." Spieler wie Michael Rensing, Oliver Fink und Adam Bodzek sollen das als bewährte, schon lange in Düsseldorf tätige Gerüststangen des Kaders ändern, deutlich mehr junge Spieler zusätzlich das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.

Im engeren Umfeld des Teams erinnert sich Fortunas Führung dagegen an verdiente Recken des Vereins – was durchaus kein Widerspruch ist. Schließlich können auch Funktionsträger, die früher längerfristig für Fortuna tätig waren, dafür sorgen, dass sich Anhänger wieder mehr mit ihrem Fußballklub identifizieren. Den nächsten Schritt in diese Richtung könnte der Klub mit Uwe Klein gehen: Wie unsere Redaktion erfuhr, ist der ehemalige Co-Trainer der Düsseldorfer als Verstärkung für die Scouting-Abteilung im Gespräch.

"Das Scouting für unsere erste Mannschaft hat mir nicht gefallen", sagt Schäfer ganz offen. Klein wäre eine naheliegende Option, das zu ändern – wenn er und Fortuna sich über die Modalitäten einig werden können. Schließlich hat der 46-Jährige nach seinem Abschied aus der Landeshauptstadt bei Drittligist Hansa Rostock sogar die Rolle des Sportdirektors ausgefüllt, bis er im Zuge des allgemeinen Chaos bei den Hanseaten im Dezember aus seinem Amt ausschied. Bei Fortuna arbeitete Klein von 2002 bis 2014 als Co-Trainer unter den Chefs Slavko Petrovic, Massimo Morales, Uwe Weidemann, Norbert Meier, Mike Büskens, Lorenz-Günther Köstner und Oliver Reck, prägte in dieser Zeit die Entwicklung maßgeblich.

Robert Palikuca hat nach Ende seiner Profikarriere Fortuna zwar nie vollends verlassen, war aber ein wenig aufs Abstellgleis geraten, arbeitete statt wie früher eng an der ersten Mannschaft überwiegend für das Nachwuchs-Leistungszentrum (NLZ). Schäfer hat sich jedoch an die Qualitäten des früheren Innenverteidigers erinnert, und nun unterstützt "Pali" den Vorsitzenden in sportlichen Fragen. Der ehemalige Nebenmann des 38-Jährigen in der Abwehr, Jens Langeneke, war schon zuvor in die Führungscrew des NLZ aufgerückt.

Die Einbindung dieser verdienten Recken passt auch zum Bestreben des Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhold Ernst, stärker als bislang gewohnt auf den Input erfahrener Fortunen zu setzen. Deshalb formiert Ernst einen sportlichen Beraterkreis für den Aufsichtsrat, zu dem unter anderem Gerd Zewe gehört. Das Ziel ist klar: mehr Identifikation.

Quelle: RP
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