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Fortuna Düsseldorf
Was Fortuna Mut macht

Fotos: Funkel als Fortuna-Coach vorgestellt
Fotos: Funkel als Fortuna-Coach vorgestellt FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Der Trend spricht gegen die Düsseldorfer Kicker, die nach vier Niederlagen in Folge im freien Fall Richtung Dritte Liga sind. Aber es gibt nach der Verpflichtung von Trainer Friedhelm Funkel auch positive Anzeichen. Hier sechs davon. Von Matthias Goergens

Vier Spiele in Folge verloren, eine desolate Vorstellung in der zweiten Hälfte des Spiels beim SV Sandhausen (0:1). Fortuna taumelt Richtung Abstieg, und Friedhelm Funkel ist bereits der vierte Trainer in dieser Saison. Doch Schluss mit den schlechten Nachrichten! Kein Fortuna-Fan wünscht sich, dass der Verein aus der 2. Bundesliga absteigt - und es gibt Mutmacher:

Noch acht Spiele = 24 Punkte Linksverteidiger Axel Bellinghausen hat es nach der jüngsten Pleitenserie selbst gesagt: "Wir haben noch acht Spiele." Es sind also noch 24 Punkte zu verteilen, und die Aussichten sind nicht einmal schlecht, zumal da die Fortuna immer noch Drittletzter ist, punktgleich mit 1860 München auf dem Nichtabstiegsplatz. Gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag (13 Uhr, Arena) hilft womöglich der Trainerwechsel-Effekt, außerdem sind die Pfälzer als Zwölfter nur sieben Punkte voraus. Ähnliches gilt für Bielefeld (13.), Gegner nach der Osterpause. Das Topteam-Dreierpack mit Leipzig, Fürth und St. Pauli motiviert vielleicht zu ähnlich starken Leistungen, wie sie Fortuna gegen die Spitzenmannschaften schon gezeigt hat. Und vor dem Saisonfinale gilt es spätestens zu zeigen, dass die Fortuna besser ist als Duisburg (18.) und der FSV Frankfurt (14.). Am letzten Spieltag geht es nach Braunschweig, das bereits jetzt als Achter mit 35 Punkten die Saison austrudeln lassen kann.

Unterstützung der Fans Nach dem schlimmen Spiel in Sandhausen spendeten die rund 1200 mitgereisten Fans tröstenden Applaus. Auch wenn die Vorstellung alles andere als beifallswürdig war. Der Dachverband Supporters Club hatte vor dem "ersten von neun Endspielen" an die Fans appelliert, die Mannschaft zum Sieg und zum Klassenerhalt zu brüllen. "Was der gesamte Verein jetzt braucht, ist positive Stimmung." Das kann gelingen, der Unterstützung des harten Fan-Kerns in der Kurve kann sich das Team gewiss sein.

Fortuna kennt sich mit Wenden aus Interimschef Paul Jäger hatte schon vor einigen Tagen zum "Schulterschluss aller Fortunen" aufgerufen. In Erinnerung an den Herbst 2010, als Fortuna in der Zweiten Liga zum Saisonstart sechs Spiele verloren hatte und peinlich aus dem DFB-Pokal ausgeschieden war. "Es ist an der Zeit für ein Osnabrück 2.0", schrieb der Supporters Club in seinem Aufruf. Damals brachte der Schulterschluss von Mannschaft, Trainer, Fans und Verantwortlichen mit dem 3:2-Sieg beim VfL Osnabrück die Wende zum Besseren - die Fortuna wurde noch Siebter.

Alte Wortführer wieder im Rennen Friedhelm Funkel hat in seiner leidenschaftlichen Antrittsrede das Rennen um die Stammplätze neu eröffnet, es gebe für keinen Akteur einen Freibrief: "Wir haben viele erfahrene Spieler im Kader, die vorangehen müssen, und mir ist egal, ob sie zuletzt gespielt haben oder nicht." Das bringt dann langjährige Fortunen wie Oliver Fink und Adam Bodzek wieder ins Rennen, die zuletzt auf dem fußballerischen Abstellgleis standen. Auch Torwart Michael Rensing oder Axel Bellinghausen sollten mit Herz und Erfahrung das Team mitreißen können.

Junge Spieler haben Zukunft Die Eigengewächse Ihlas Bebou (21) und Emmanuel Iyoha (18) können zum einen selbst mithelfen, den Abstieg zu verhindern. Zum zweiten sollten sie als zusätzliche Motivation dienen, den Klub in der Liga zu halten. Denn ihnen gehört die Fortuna-Zukunft - vielleicht auch Spielern wie Christian Gartner (21), Kevin Akpoguma (20), Anderson Lucoqui (18) oder Torwart Tim Wiesner (19).

Solidarität in der Stadt Bei aller Enttäuschung über die zuletzt gebotenen Leistungen stehen nicht nur die eingefleischten Fans hinter dem Klub, sondern auch die übrigen Sportvereine (siehe Artikel unten), Diese Rückhalt in der Stadt gibt Kraft und Mut für das Saisonfinale.

Quelle: RP
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