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Fortuna Düsseldorf
Wie Fortuna Leipzig ärgern kann

Die Bilanz der Fortuna-Trainer seit 2003
Die Bilanz der Fortuna-Trainer seit 2003 FOTO: dpa, bt gfh
Düsseldorf. Die Düsseldorfer sind im Zweitliga-Heimspiel am Montag (20.15 Uhr) gegen den Titelaspiranten aus Sachsen Außenseiter. Chancenlos ist das Team von Friedhelm Funkel jedoch keineswegs - wir nennen die fünf Gründe dafür. Von Bernd Jolitz

Auf dem Papier steht Fortuna vor einer kaum lösbaren Aufgabe. Am Montag kommt der große Aufstiegsfavorit Leipzig in die Arena - und gegen den haben die Düsseldorfer in bislang drei Zweitliga-Duellen noch nie gewinnen können. Auch die Tabelle, die die Sachsen als Zweiten mit 59 Punkten und Fortuna als 15. mit 28 Zählern ausweist, macht nicht unbedingt Mut. Und doch gibt es fünf gute Gründe dafür, warum Fortuna die Truppe von Trainer und Manager Ralf Rangnick richtig ärgern kann.

1. Der Montagabend Die Fans lieben diesen Termin nicht sonderlich, weil für eine Auswärtsreise gleich zwei Tage Urlaub eingeplant werden müssen. Die Düsseldorfer Spieler hegen hingegen offenbar große Sympathien für diese Anstoßzeit, die auf den Übertragungswunsch des Fernsehsenders Sport1 zurückgeht. Von den jüngsten 13 Heimspielen, die die Rot-Weißen montagabends austrugen, haben sie kein einziges verloren. Gelänge gegen Leipzig eine Fortsetzung dieser Serie, wäre das ein Riesenerfolg.

Pohjanpalo bietet sich im Training an FOTO: Falk Janning

2. Der Trainer Seit Friedhelm Funkel seinen Job angetreten hat, ist Fortuna nicht wiederzuerkennen. Das spiegelt sich auch in der Bilanz wider, denn in den beiden Spielen unter ihm gab es noch keine Niederlage - 4:3 gegen Kaiserslautern und 0:0 bei Arminia Bielefeld. Vor allem jedoch tritt die Mannschaft viel selbstbewusster auf. "Der Trainer nimmt viel Druck vom Kessel", sagt Routinier Oliver Fink stellvertretend für seine Kollegen. Der 62-jährige Funkel hat es in kurzer Zeit geschafft, den verunsicherten Profis den Glauben an sich selbst und die eigenen Fähigkeiten zurückzugeben. Sein Credo: "Fußball spielt sich zu großen Teilen im Kopf ab."

3. Die Bilanz gegen Top-Teams Fortuna ist immer dann am besten, wenn der Gegner viel Qualität im Kader hat. So verlor sie die Auswärtsspiele in Leipzig (1:2) und Nürnberg (0:1) nur knapp, obwohl beide Teams zum engsten Favoritenkreis auf den Aufstieg zählen. Gegen Spitzenreiter SC Freiburg verloren die Düsseldorfer zwar im eigenen Stadion 1:2, waren dort aber selbst nach Aussage des Kontrahenten die bessere Mannschaft. Zudem hielten sie sich im Rückspiel in Freiburg mit einem verdienten 2:1-Sieg schadlos. Gegen den Tabellendritten Nürnberg schließlich hätte Fortuna zu Hause fast gewonnen, behielt aber mit 1:1 zumindest einen Punkt. Leipzig hat zudem drei seiner jüngsten vier Partien auf fremder Scholle verloren. Warum nicht in Düsseldorf?

4. Die Trainingsarbeit "Es ist richtig gut, wie die Jungs in jedem Training umsetzen, was wir erarbeiten wollen", lobt Funkel. Die Mannschaft sei ungemein selbstkritisch und lernwillig, ergänzt der erfahrene Coach. "Die Leipziger sind schon ein bisschen besser als wir, das muss man ehrlich zugeben. Aber in einem einzelnen Spiel hat man immer eine Chance, und wenn die Jungs das rüberbringen, was sie im Training zeigen, gilt das auch gegen Leipzig."

5. Die Unterstützung Der Schulterschluss zwischen Fans und Spielern, aber auch zwischen der Stadt mit ihren Sportvereinen und Fortuna beflügelt alle beim Zweitligisten. "Wie unsere Fans uns gegen Kaiserslautern und dann auch in Bielefeld unterstützt haben, ist einfach großartig und verschafft einem Gänsehaut", sagt Funkel. "Genau das erhoffen wir uns auch am Montagabend." Gegen den herzlich ungeliebten Dosenklub werden sich die Fans nicht lumpen lassen.

Quelle: RP
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