"Haben keinen Wunschkandidaten": Frankfurt bestätigt Treffen mit Toppmöller
zuletzt aktualisiert: 02.02.2001 - 15:11Frankfurt/Main (sid). Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat am Donnerstagabend erste direkte Gespräche mit Wunschkandidat Klaus Toppmöller aufgenommen. Die Hessen bestätigten am Freitagmittag ein Treffen des Ex-Trainers von Zweitligist 1. FC Saarbrücken mit Eintracht-Sportdirektor Rolf Dohmen und Steven Jedlicki, dem Vorstandsvorsitzenden der Eintracht Fußball AG, in Koblenz.
Zum Inhalt des Gesprächs machten beide Seiten keine Angaben: "Das bleibt vertraulich", sagte Jedlicki. Der Verein will den Nachfolger des am vergangenen Montag entlassenen Felix Magath Anfang kommender Woche vorstellen. Im Spiel am Sonntag (17.30 Uhr) bei Hansa Rostock wird der Tabellen-16. als Interimscoach von Dohmen betreut, der eine längere Doppelfunktion aber ausschließt.
Die Eintracht dementierte allerdings den offenkundigen Eindruck, Toppmöller sei der erste Ansprechpartner. "Dass wir zuerst mit ihm gesprochen haben, war eher zufällig. Einen Wunschkandidaten, wie es öffentlich dargestelt worden ist, haben wir nicht. Wir haben aber genaue Vorstellungen", sagte Jedlicki, der bis zur nächsten Woche keine Stellungnahmen mehr abgeben will.
Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Frankfurter auch die laufende Spielzeit mit einem Millionen-Verlust von angeblich rund 20 Millionen Mark abschließen werden. "Wir stehen aber nicht an der Wand und sind pleite. Damit haben wir gerechnet", sagte Präsident Peter Fischer, der die genauen Zahlen indes nicht bestätigen wollte. Bereits das Geschäftsjahr 199/2000 war mit 18 Millionen Mark Schulden abgeschlossen und die drohende Insolvenz erst durch den Verkauf der TV-Rechte an die Agentur ISPR verhindert worden.
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