Nach der Roten Karte im Spiel gegen Rostock:: Frankfurter Guie-Mien drei Wochen gesperrt
zuletzt aktualisiert: 14.09.2000 - 15:55Frankfurt/Main (sid) Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Rolf-Christel Guie-Mien vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt für drei Wochen gesperrt. Mit der Verurteilung bis einschließlich 27. September wegen unsportlichem Verhalten folgte das Gremium am Donnerstag der Forderung des Kontrollausschuss-Vorsitzenden Horst Hilpert. Guie-Mien war beim 4:0-Erfolg der Frankfurter am vergangenen Mittwoch gegen Hansa Rostock des Feldes verwiesen worden.
Wie die Fernsehbilder zeigten, hatte der Kongolese versucht, den Rostocker Radwan Yasser zu schlagen, diesen aber nicht getroffen. Der Versuch aber sei bereits zu ahnden, erklärte das Sportgericht unter Vorsitz von Hans-Hermann Menzel (Langerwehe) in seiner Urteilsbegründung.
Aufgrund der vorherigen Provokation von Yasser wurde Guie-Miens Handbewegung aber lediglich als versuchte Tätlichkeit gewertet. Die Aussage des Mittelfeldspielers, er habe nur Yassers Hand weg stoßen wollen, wertete das Gericht hingegen als Schutzbehauptung.
Während Guie-Mien nach der Verhandlung keinen Kommentar abgeben wollte, meinte Eintracht-Sportdirektor Rolf Dohmen verärgert: "Es ist völlig unverständlich, für so eine Lappalie drei Wochen gesperrt zu werden." Der Verein will nun überlegen, ob er vor dem DFB-Bundesgericht in Berufung geht.
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