Wenn die Neid mit dem Zwanziger...: Die wilde Party der Europameisterinnen
zuletzt aktualisiert: 11.09.2009 - 11:28Helsinki (RPO). Die Disco heißt Tiger Club und befindet sich im sechsten Stock eines Shoppingcenters. Dort feierten die deutschen Frauen den Europameister-Titel. Und wie! Es war eine wilde Party, die erst in den frühen Morgenstunden zu Ende ging.
Im ZDF-Morgenmagazin sollte Mittelfeldspielerin Kim Kulig eigentlich erklären, warum das DFB-Team zum fünften Mal in Folge und zum siebten Mal insgesamt triumphiert hatte. Doch dazu kam es nicht. Die große Blonde mit den vielen Locken war gerade erst in den Siegesschlaf versunken. Dem DFB-Pressesprecher gelang es nicht, den Youngster für den TV-Termin zu wecken.
Inka Grings und Annike Krahn sprangen eine Stunde später ein und erzählten von einer durchzechten Nacht, was man ihnen locker abnahm. Die wilde Party hatte Spuren hinterlassen. Sie hatte allerdings nicht die Freude getrübt. Grings sagte: "Auch wenn das Aufstehen nach so einem Fest schwer fällt, steht man am Tag nach dem Gewinn der Europameisterschaft natürlich gerne auf."
"Wir sind alle wahnsinning stolz"
Die Damen hatten das rauschende Fest in Helsinki angeheizt, die DFB-Führungsetage ließ sich nicht lange bitten. DFB-Boss Theo Zwanziger umarmte Bundestrainer Silvia Neid und tanzte ausgelassen. In seiner Lobesrede betonte er: "Wir sind alle wahnsinnig stolz auf Euch. Ihr habt den deutschen Fußball würdig vertreten." Ex-DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach ließen es sich ebenfalls nicht nehmen, in der Stundes des Triumphs dabei zu sein.
Um vier Uhr war Schluss im Tiger Club. Sperrstunde in Finnland. Kein Problem. Im Mannschaftshotel ging es locker weiter. Aber alles hat ein Ende. Um 11.30 Uhr startete der Flug nach Frankfurt, Ankunft ist um etwa 13 Uhr. Für 14 Uhr ist ein Empfang im Römer vorgesehen, bei dem sich die Spielerinnen in das Goldene Buch der Stadt eintragen.
Die Fete in der finnischen Hauptstadt nach dem höchsten Endspielsieg der Geschichte soll nur der kleine Vorgeschmack auf das Freudenfest gewesen sein, das in zwei Jahren in ganz Deutschland erwartet wird.
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