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Frauen-EM
Deutschland muss auf verletzte Popp verzichten

Frauen-EM 2017: Alexandra Popp muss passen
Alexandra Popp wird nicht bei der EM für Deutschland auflaufen. FOTO: dpa, nic
Die Frauenfußball-Nationalmannschaft muss bei der EM in den Niederlanden (16. Juli bis 6. August) ohne Alexandra Popp (26) auskommen.

Eine MRT-Untersuchung am Freitag ergab, dass die Angreiferin im DFB-Trainingslager in Kaiserau einen Außenmeniskusriss mit Dehnung des Außenbandes im linken Knie erlitten hat und somit die Mission Titelverteidigung des Rekord-Europameisters verpasst.

"Das trifft uns hart und ist eine bittere Nachricht, vor allem auch für Alex. Sie ist eine wichtige Spielerin für uns, aber wir werden als Team jetzt noch enger zusammenrücken und den Ausfall im Kollektiv ausgleichen", sagte Bundestrainerin Steffi Jones, die am Freitag ihr endgültiges EM-Aufgebot bekannt gab.

Neben der 80-maligen Nationalspielerin Popp (35 Tore) schafften es Pauline Bremer (Olympique Lyon), Lea Schüller (SGS Essen), Johanna Elsig sowie wie angekündigt die Torhüterinnen Lisa Schmitz (beide Turbine Potsdam) und Carina Schlüter (SC Sand) nicht in den 23er-Kader.

Für Olympiasiegerin Popp ist das EM-Aus rund zwei Wochen vor Turnierbeginn auch persönlich äußerst bitter: Bereits die Endrunde 2013 in Schweden hatte die Wolfsburgerin aufgrund einer Knöchelverletzung verpasst. Zudem fehlen die Stammkräfte Simone Laudehr und Melanie Leupolz (beide Bayern München) verletzt.

Die DFB-Auswahl absolviert in der kommenden Woche in Heidelberg ihren letzten EM-Lehrgang. Am Dienstag (17.45 Uhr/ARD) steht in Sandhausen die Generalprobe gegen Brasilien an. Am 12. Juli reist der achtmalige Europameister in die Niederlande, wo in der Vorrunde Schweden (17. Juli/Breda), Italien (21. Juli/Tilburg) und Russland (25. Juli/Utrecht) warten.

Das deutsche EM-Aufgebot im Überblick:

Tor: Laura Benkarth (SC Freiburg), Almuth Schult (VfL Wolfsburg), Lisa Weiß (SGS Essen)

Abwehr: Anna Blässe (VfL Wolfsburg), Kristin Demann (1899 Hoffenheim), Kathrin Hendrich (1. FFC Frankfurt), Josephine Henning (Olympique Lyon), Isabel Kerschowski (VfL Wolfsburg), Leonie Maier (Bayern München), Babett Peter (VfL Wolfsburg), Carolin Simon (SC Freiburg)

Mittelfeld: Sara Däbritz (Bayern München), Linda Dallmann (SGS Essen), Sara Doorsoun (SGS Essen), Lena Goeßling (VfL Wolfsburg), Tabea Kemme (Turbine Potsdam), Lina Magull (SC Freiburg), Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon)

Angriff: Svenja Huth (Turbine Potsdam), Mandy Islacker (1. FFC Frankfurt), Hasret Kayikci (SC Freiburg), Anja Mittag (FC Rosengard), Lena Petermann (SC Freiburg)

(sid)
 
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