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WM in Kanada
England-Sieg beschert DFB-Frauen Olympia-Ticket

Montreal. Die deutschen Fußballerinnen haben dank englischer Schützenhilfe das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 gelöst. Da die Three Lionesses im WM-Achtelfinale überraschend Vize-Europameister Norwegen mit 2:1 (0:0) ausschalteten, gehört die DFB-Auswahl bei der Endrunde in Kanada auf jeden Fall zu den drei besten europäischen Mannschaften, die sich für Rio de Janeiro qualifizieren. Damit hat das Team von Bundestrainerin Silvia Neid bereits ein wichtiges WM-Teilziel erreicht.

Neben den Viertelfinalisten Deutschland und Frankreich, die am Freitag aufeinandertreffen, können aus europäischer Sicht nur noch die Niederlande in die Runde der letzten Acht einziehen. Das Oranje-Team spielt am Dienstag gegen Titelverteidiger Japan. England, das in der zweiten K.o.-Runde am Samstag auf Gastgeber Kanada trifft, ist als Einzelverband nicht bei Olympia startberechtigt.

Kapitänin Stephanie Houghton (61.) und Lucy Bronze (76.) drehten nach der norwegischen Führung durch Routinier Solveig Gulbrandsen (54.) die Partie zugunsten der erst in der zweiten Hälfte überzeugenden Engländerinnen.

Auch USA im Viertelfinale

Die USA sind ihrem Traum vom dritten Titel einen Schritt näher gekommen. Im Achtelfinale besiegte der Olympiasieger Außenseiter Kolumbien mit 2:0 (0:0) und geht nun als klarer Favorit in das Viertelfinale am Freitag (Samstag, 1.30 MESZ) gegen China. Alex Morgan (53.) und Carli Lloyd (66., Foulelfmeter) trafen für den Weltmeister von 1991 und 1999.

Der Weltranglistenzweite spielte in Edmonton ab der 50. Minute in Überzahl, nachdem Kolumbiens Torhüterin Catalina Perez wegen einer Notbremse gegen Morgan des Feldes verwiesen worden war. Den fälligen Foulelfmeter verschoss die frühere Weltfußballerin Abby Wambach. Den zweiten Strafstoß verschuldete Angela Clavijo mit einem Foul an Wirbelwind Megan Rapinoe, Lloyd verwandelte sicher.

"Wir wussten, dass dieses Spiel eine Herausforderung wird, weil Kolumbien ein starker Gegner ist. Wir haben das Spiel meist kontrolliert und ich wusste, dass wir unsere Tore machen würden. Ich bin froh, dass wir eine Runde weiter sind", sagte US-Nationalcoach Jill Ellis, die gegen China allerdings auf die gelbgesperrten Stammkräfte Rapinoe und Lauren Holiday verzichten muss.

Die USA sind möglicher Halbfinalgegner der deutschen Mannschaft, die am Freitag (22/ZDF und Eurosport) in der Runde der letzten Acht gegen den Weltranglistendritten Frankreich bestehen muss.

(sid)
 
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