| 11.40 Uhr

Halbfinal-Pleite bei der Frauen-WM
Neid: "Stolz auf meine Mannschaft"

Lloyd verwandelt zweifelhaften Elfmeter gegen DFB-Elf
Lloyd verwandelt zweifelhaften Elfmeter gegen DFB-Elf FOTO: afp, mp
Montreal. Die deutschen Fußball-Frauen sind bei der WM in Kanada an den USA gescheitert. Nach der 0:2-Niederlage im Halbfinale ist Bundestrainerin Silvia Neid dennoch stolz auf ihre Spielerinnen.

Frau Neid, wie fällt Ihr Fazit nach der 0:2-Niederlage gegen die USA aus?

Silvia Neid "Es war ein tolles Halbfinale mit zwei starken Mannschaften. Es war sehr ausgeglichen. Unser Problem war, dass wir leider im Abschluss zu unpräzise und daher zu wenig torgefährlich waren. Daher Kompliment und Gratulation an die USA."

Celia Sasic verschießt Elfmeter im Halbfinale FOTO: afp, mw

Wie bewerten Sie den Elfmeterpfiff gegen Ihre Mannschaft?

Neid "Das Foul war ganz klar außerhalb vom Sechzehner, das zeigen auch die Fernsehbilder."

Ärgert sie das?

Neid "Natürlich bin ich darüber sehr traurig, dass dieser Elfmeter auch irgendwo das Spiel entscheidet. Aber was soll ich machen? Mit der Entscheidung müssen wir leben. Ich kann es nicht ändern."

Wie gehen Sie jetzt mit Celia Sasic um?

Neid "Wir bauen sie natürlich auf. Sie hat gegen Frankreich zwei Elfmeter verwandelt, mit ihr sind wir ins Halbfinale gekommen. Dieses Mal hat sie halt mal nicht getroffen. Das ist so im Sport und das wird sie auch bis Samstag verdaut haben."

Wie schwierig ist es, sich jetzt auf ein Spiel um den dritten Platz zu freuen?

Neid "Jetzt ist das erst mal sehr schwer. Aber wir wollen einen schönen Abschluss haben. Von daher ist es gut, dass man noch mal ein Spiel hat."

Wie lange brauchen Sie, um so ein Spiel zu verarbeiten?

Neid "Das müssen wir schnell verarbeiten. Das wird zwei Tage dauern. Wir wollen dann den dritten Platz, aber wir können auch mit erhobenen Hauptes nach Hause fahren, wenn wir Vierter würden. Wir haben eine gute WM gespielt, wir haben viele Mannschaften aus dem Turnier geschossen. Wir gehören wieder zu den vier besten Teams der Welt, und wenn man ein Turnier spielt, hängt es von vielen Faktoren ab, wie weit man kommt. Ich bin zufrieden und stolz auf meine Mannschaft. Sie hat wieder alles gegeben, und es hat leider nicht gereicht."

(sid)
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