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Fifa-Präsident
Infantino fordert mehr Preisgeld bei Frauen-WM

New York. Fifa-Präsident Gianni Infantino hat in der Debatte um Gleichberechtigung im Fußball höhere Preisgelder bei der Frauen-Weltmeisterschaft gefordert. "Es geht darum, ihnen das zu geben, was richtig ist und was verdient ist", sagte Infantino in einem Interview des US-Senders Fox Sports. Der Schweizer räumte ein, dass selbst die Verdopplung der Siegerprämie bei der WM 2015, die vom US-Team gewonnen wurde, auf zwei Millionen US-Dollar noch "sehr niedrig" gewesen sei. Zuvor hatten fünf US-Topstars die Diskussion in Schwung gebracht. Weltfußballerin Carli Lloyd, Alex Morgan, Megan Rapinoe, Becky Sauerbrunn und Hope Solo legten Ende März vor einer Antidiskriminierungs-Bundesbehörde in den USA Beschwerde gegen den US-Fußballverband ein. Ihrer Meinung nach werden sie trotz deutlich größerer sportlicher Erfolge fast viermal schlechter bezahlt als ihre männlichen US-Kollegen. In dem Streit um faire Entlohnung drohen einige US-Spielerinnen offenbar sogar mit einem Boykott der Olympischen Spiele in Rio im August. Die Frauenmannschaft der Vereinigten Staaten wurde zuletzt in London 2012 Olympiasieger und ist auch in diesem Jahr wieder Turnier-Favorit. Infantino betonte, es sei wichtig, mehr in die Entwicklung des Frauenfußballs zu investieren und mehr Frauen im Fußball in Führungspositionen zu bringen. "Wir müssen uns deshalb an einen Tisch setzen und die richtige Lösung finden", sagte der Fifa-Chef.

(dpa)
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