Trainersuche beim Schlusslicht geht weiter: Funkel Favorit in Köln
zuletzt aktualisiert: 13.02.2002 - 16:11Köln (rpo). Friedhelm Funkel ist neuer Trainerfavorit beim 1. FC Köln. Der abstiegsbedrohte Bundesligist 1. FC Köln will nach Auskunft des Trainers am Donnerstag mit ihm verhandeln.
Nach der Beurlaubung von Trainer Ewald Lienen und der Vertragsauflösung mit Manager Hannes Linßen strebt der FC noch immer die Neubesetzungen beider Positionen an. Bernd Steegmann, seit 1993 Vizepräsident des Clubs, sagte am Mittwoch, in der Trainerfrage würde derzeit sowohl mit deutschen als auch ausländischen Fußballlehrern verhandelt. Dabei ist Friedhelm Funkel offenbar der erste Kandidat: "In einer solchen Situation ist er natürlich ein guter Name", sagte Steegmann. Nach Auskunft von Funkel sollen am Donnerstag Gespräche in Köln stattfinden.
Der 48 Jahre alte Funkel war am 1. Dezember 2001 beim Liga- Konkurrenten Hansa Rostock entlassen worden, gilt aber als erfahrener "Feuerwehrmann" bei gefährdeten Clubs. Laut Steegmann könnte eine Entscheidung in der Trainerfrage noch vor der Bundesligapartie am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Werder Bremen fallen. Auch bei der Linßen- Nachfolge ist nach Steegmanns Angaben Eile geboten: "Da ist es unsere Aufgabe, diese Position so schnell wie möglich neu zu besetzen." Bis dahin ist Kölns Hauptgeschäftsführer Claus Horstmann als Interimslösung auch für den sportlichen Bereich verantwortlich.
Dem derzeitigen Lienen-Nachfolger Christoph John bescheinigt Steegmann trotz der schlechten Bilanz von drei Erstligaspielen ohne Punktgewinn und null Toren (neun Gegentreffer) "fachlich hervorragende Qualitäten". Doch der FC-Vizepräsident zweifelt daran, dass der Kölner U-23-Coach der Profimannschaft nach 779 Minuten ohne Bundesligatreffer ("dieser Zustand ist mir unerklärlich") noch den entscheidenden Impuls geben kann. "Die Mannschaft muss sich jetzt den maßgeblichen Ruck selbst geben", forderte Steegmann das Team um Kapitän Dirk Lottner zur Einsicht auf, trotz der prekären Lage den Kampf um den Klassenverbleib mit allen Kräften aufzunehmen. Steegmann gab für das Führungsgremium des dreimaligen deutschen Meisters zu, "in der Trainersache etwas spät reagiert" zu haben.
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