EM-Stars im Porträt: Hakan Yakin: Ideengeber hinter den Spitzen
zuletzt aktualisiert: 13.04.2004 - 09:38Stuttgart (rpo). Hakan Yakin hat sich in den letzten Monaten in Europa keine Freunde gemacht. Der Mittelfeldstar wechselte erst nach Frankreich, dann in die Türkei und als ein besseres Angebot kam, behauptete er, sich Daum niemals versprochen zu haben. Doch für die Nationalmannschaft der Schweiz ist der Ideengeber unverzichtbar.
Beliebt gemacht hat sich Hakan Yakin also nicht. Da war zunächst der Wechsel von seinem Heimatklub FC Basel zum französischen Erstligisten Paris St. Germain: Die Zeit in Frankreich war kurz und voller Zündstoff.
Trainer Vahid Halilhodzic warf ihm schon bei der Vorstellung vor der Presse mangelnde Fitness vor, Yakin ließ sich daraufhin ohne Absprache mit dem Klub an der Leiste operieren. PSG kündigte den Vierjahresvertrag unverzüglich, ehe der Schweizer auch nur einmal für die Franzosen gespielt hatte.
Zurück in Basel, wo er in der Champions League 2002/03 maßgeblich an den sensationellen Erfolgen des Schweizer Meisters beteiligt gewesen war, empfingen ihn die Fans mit Skepsis. Im Januar gab er dann bekannt, dass er zu Fenerbahce Istanbul mit dem deutschen Trainer Christoph Daum wechseln wolle. Doch der Flirt mit den Türken war noch schneller beendet als das Frankreich-Abenteuer.
Der VfB Stuttgart verpflichtete Yakin in der Winterpause für 2,5 Millionen Euro - sehr zum Ärger von Daum. "Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass Hakan unser Spieler ist", meinte der frühere Bundesliga-Coach. Yakin bestritt indes, dem Verein eine Zusage gegeben zu haben. In Stuttgart unterschrieb der Schweizer einen Vertrag bis 2007. Doch auch dort befand Trainer und Manager Felix Magath: "Er kann noch ein wenig fitter werden."
Trotz aller Querelen ist der Mittelfeldstar für die Schweizer Nationalmannschaft unersetzlich. Mit dem Ideengeber hinter den Spitzen steht und fällt das Spiel der Eidgenossen. "Derzeit ist er nicht gleichwertig mit der gleichen Effizienz zu ersetzen", sagt Nationaltrainer Köbi Kuhn und lobt den Stuttgarter: "Ein solch offensiver und torgefährlicher Mittelfeld-Regisseur hat uns lange gefehlt."
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