1. Bundesliga 16/17
| 14.44 Uhr

HSV-Trainer kritisiert England-Millionen
Labbadia: "Abstand wird immer größer"

Porträt in Bildern: Das ist Bruno Labbadia
Porträt in Bildern: Das ist Bruno Labbadia FOTO: dpa, awa hae jhe
Hamburg. Bruno Labbadia vom Bundesligisten Hamburger SV steht den hohen Ablösesummen im englischen Fußball kritisch gegenüber und sieht den HSV als einen der möglichen Verlierer dieser Entwicklung.

"Das bedeutet, dass der Abstand innerhalb der Liga immer größer wird", sagte der 49-Jährige bei der Pressekonferenz am Donnerstag. "Wenn De Bruyne für 80 Millionen nach England geht, wird sich Wolfsburg auch irgendwo bedienen. Das trifft vor allem die Vereine schwer, die gerade nicht an den Fleischtöpfen sind", führte Labbadia aus. Die Preise, die derzeit im internationalen Fußball aufgerufen werden, seien aus seiner Sicht "längst nicht mehr real".

Was eigene Transfers angeht, möchte der HSV-Trainer das Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Köln abwarten. Dort erwartet der frühere FC-Profi ohne seinen verletzten Abwehrchef Johan Djourou (Muskelfaserriss) eine schweres Aufgabe: "Köln ist eine gute Mannschaft, die sich in diesem Jahr noch weiter verbessert hat und sehr stabil ist", sagte Labbadia.

Besonders eindringlich warnte der 49-Jährige, der von 1994 bis 1996 selbst für den FC gespielt hatte, vor Angreifer Anthony Modeste: "Er hat viel Kraft, es passt mit Zoller sehr gut. Er geht in die Tiefe, ist ein guter Anspieler, hat eine enorme körperliche Gewalt."

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bruno Labbadia vom Hamburger SV: Kritik an England-Millionen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.